Oswald Metzger. Foto: AP

Für Oswald Metzger hat es bei der Ravensburger OB-Wahl erst mal nur für Platz zwei gereicht.

Ravensburg - Dämpfer für den ehemaligen Bundespolitiker Oswald Metzger: Der frühere Grünenabgeordnete im Bundestag, der inzwischen zur CDU gewechselt ist, erreichte bei der Oberbürgermeisterwahl im oberschwäbischen Ravensburg mit 29,1 Prozent nur den zweiten Platz.

Da am Sonntag aber keiner der sieben Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreichte, kommt es am 28. März zu einem neuen Wahlgang.

Favorit ist dann der Sigmaringer Bürgermeister Daniel Rapp (CDU). Der 37-Jährige kam auf 46,3 Prozent, teilte die Stadt mit.

Die sozialpolitische Sprecherin der Grünen im Stuttgarter Landtag, Brigitte Lösch, erhielt 15 Prozent der Stimmen.

Aufgerufen zur Wahl waren rund 36.000 Ravensburger. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,7 Prozent.

Der langjährige Oberbürgermeister Hermann Vogler (65/CDU) geht nach 23 Jahren in den Ruhestand. Im zweiten Wahlgang ist nur die einfache Mehrheit der Stimmen erforderlich. „Die Wahl ist noch nicht gelaufen“, sagte Metzger (55) am Abend. „Ich werde mich in den nächsten zwei Wochen in einen Haustürwahlkampf stürzen, zu dem ich bislang kaum gekommen bin.“

Das Ergebnis sei für ihn eine Ermutigung, sagte der frühere Bundestagsabgeordnete, der erst kurz vor Bewerbungsschluss auf das Kandidatenkarussell aufgesprungen war.

Metzger war nach seiner Zeit im Bundestag von 2006 bis 2007 für die Grünen im Stuttgarter Landtag, verließ aber die Partei und trat in die CDU ein. Dort allerdings machte er nicht die erhoffte Karriere. Zweimal scheiterte er 2009 bei dem Versuch, in der CDU einen Wahlkreis für die Bundestagswahl zu erhalten.

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