Für aus Tierheimen vermittelte Hunde gibt es in Ostfildern auch künftig keine Steuerermäßigung. (Symbolfoto) Foto: dpa

In Ostfildern wird es keine Ermäßigung auf die Hundesteuer geben, wenn sich Bürger einen Vierbeiner aus dem Tierheim zulegen. Der Gemeinderat lehnte einen entsprechenden Antrag der Fraktion Bündnis 90/Grüne mit großer Mehrheit ab.

Ostfildern - Wer in Ostfildern lebt und sich einen Hund aus einem Tierheim zulegt, wird auch künftig Hundesteuer in voller Höhe bezahlen müssen. Denn der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch mit breiter Mehrheit einen entsprechenden Antrag der Fraktion Bündnis 90/Grüne abgelehnt. Lediglich sieben Räte stimmten dem Ansinnen der Grünen zu, für Vierbeiner, die aus einem Tierheim im Kreis Esslingen geholt werden, zwei Jahre lang nur den halben Hundesteuersatz zu erheben.

Eine geänderte Hundesteuersatzung, mit diesem Passus hätte dazu geführt, dass die Stadt nach Schätzung der Verwaltung jährlich rund 2000 Euro weniger Hundesteuer eingenommen hätte. Angesichts von Hundesteuereinnahmen, die der Grünen-Stadtrat Oliver Werner mit etwa 160 000 Euro jährlich beziffert, wäre das seiner Ansicht nach eine günstige Wertschätzung dafür gewesen, „wenn jemand einem Hund aus dem Tierheim ein neues Zuhause gibt“. In den beiden Nachbarstädten Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen gibt es in solchen Fällen sogar eine komplette Steuerbefreiung für ein, beziehungsweise zwei Jahre.

Doch aus dem Ostfilderner Gremium wurden Bedenken geäußert, dass es rechtlich nicht haltbar sei, wenn nur Tiere aus den Einrichtungen im Landkreis begünstigt würden. Schließlich hätten auch jene Bürger ein Recht auf diesen Vorteil, wenn deren Hund aus einem Tierheim außerhalb des Landkreises stamme.

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