Besucher der Stadtteilbibliothek (links)) sollen auf einer Terrasse ihr Buch genießen können. Derweil sieht der Bezirksbeirat die gewölbten Baumbeete kritisch. Foto: Sandra Hintermayr

Für einen schöneren Vaihinger Markt gibt es viele Ideen und auch ein bisschen Geld. Dennoch es geht nur langsam voran. Woran hapert es?

Vaihingen - Seit Jahren ist die Verschönerung und Umgestaltung des Vaihinger Marktes ein Thema im Stadtbezirk. Der Gemeinderat stellte bereits im Doppelhaushalt 2018/2019 für eine Machbarkeitsstudie und die Umsetzung erster Maßnahmen 250 000 Euro bereit. Der Posten bekam den etwas sperrigen Namen „Investitionsfonds Stadtteilzentren konkret“. Zudem waren in den Etats für 2018/2019 und 2020/2021 insgesamt 200 000 Euro an Fördermitteln zur Revitalisierung von Läden eingeplant. Getan hat sich aber noch nicht viel.

Das Förderprogramm wurde bisher lediglich von der Apotheke am Vaihinger Markt in Anspruch genommen. Die Stadt bezuschusste die grundlegende Modernisierung. Bodenbeläge, Wände, Elektrik, Beleuchtung und die Ladeneinrichtung wurden komplett erneuert. Um auf ihr Förderprogramm aufmerksam zu machen, hat die Stadt nun noch einmal alle Eigentümer von leer stehenden Läden angeschrieben. Für den Frühsommer ist eine stadtweite Informationsveranstaltung mit Beispielen aus der Praxis geplant.

Sichtbarkeit der Stadtteilbibliothek erhöhen

Wünsche für eine weitere Aufwertung des Vaihinger Marktes gibt es indes viele. Nun soll mit der Stadtteilbibliothek begonnen werden. Geplant ist, diese zum Markt hin zu öffnen und einen Lesebereich im Freien einzurichten. Die Fachverwaltung rechnet mit Kosten in Höhe von 90 000 Euro, die aus dem Investitionsfonds Stadtteilzentren konkret finanziert werden. Der Lesebereich soll bereits Ende dieses Sommer oder aber im Herbst gestaltet werden.

„Es wird eine Holzterrasse mit einem Sonnensegel. Dort kann man an schönen Tagen sitzen, das Wetter und zum Beispiel sein Buch genießen“, sagt Andrea Schiller, die Leiterin der Stadtteilbibliothek. Ihr ist es wichtig, die Sichtbarkeit der Bücherei weiter zu erhöhen und die Menschen hineinzulocken. Und sie freut sich darauf, „den Vaihinger Markt ein bisschen schöner zu machen“.

Gibt es noch mal Geld für den Vaihinger Markt?

Wie könnte es anschließend weitergehen? Um diese Frage ging es vor Kurzem bei einem Vor-Ort-Termin mit Vertretern der Stadtverwaltung und verschiedenen Akteuren aus Vaihingen. Sie sammelten noch einmal Ideen. Dazu zählen die Erneuerung der Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum beispielsweise durch bewegliche Stühle wie im Hospitalviertel oder aber durch eine künstlerisch gestaltete Bank. Auch die unter anderem vom Verbund Vaihinger Fachgeschäfte (VVF) mehrfach geforderte Reparatur beziehungsweise Installation eines Wasser- und Stromanschlusses kam wieder auf die Agenda.

Die Stadtverwaltung schlägt nun vor, für den nächsten Doppelhaushalt noch einmal 100 000 Euro zu beantragen. Für die Revitalisierung von Läden sollen nochmals 50 000 Euro bereitgestellt werden. Der Vaihinger Bezirksbeirat befürwortete das in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Die Entscheidung fällt der Gemeinderat Ende des Jahres in seinen Haushaltsberatungen. Gerhard Wick (Die Fraktion) freute sich zwar über das Geld, kritisierte aber, dass das Projekt insgesamt zu langsam Fahrt aufnimmt. Das hatte auch der VVF immer wieder gegeißelt.

Baumbeete haben einige Nachteile

Zudem forderte der Bezirksbeirat, dass die Baumbeete auf dem Vaihinger Markt entfernt werden. Diese sind wie Hügel gestaltet. Das behindere die Außengastronomie und die Nutzung des Platzes. Zudem staue sich in den Beeten die Nässe, weshalb Bäumchen, Büsche und Blumen ohnehin schlecht gedeihen würden. Die Mehrheit des Gremiums folgte dem Antrag aus Christian Spindlers (Puls) Feder.

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