Gabriel Nold ist erst 23 Jahre alt – und am Sonntag zum neuen Bürgermeister von Oppenweiler gewählt worden. Foto: Gottfried Stoppel

Der neue Bürgermeister von Oppenweiler heißt Gabriel Nold. Trotz vieler Mitbewerber erreichte der 23-Jährige schon im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit.

Oppenweiler im Rems-Murr-Kreis hat einen neuen Bürgermeister. Am Sonntag endete die Wahl zum Rathauschef – für viele überraschend – bereits nach dem ersten Wahlgang. Trotz vieler Mitbewerber konnte ein Kandidat 51,8 Prozent der Stimmen für sich gewinnen und sich damit die zum Wahlsieg nötige absolute Mehrheit sichern: Gabriel Nold, ein 23 Jahre junger Verwaltungsfachangestellter aus Baden-Baden, hat das Rennen gemacht.

 

Damit setzte sich Nold klar gegen sechs Mitbewerber durch – Zweitplatzierter wurde Christoph Hald, der knapp 35,7 Prozent der abgegebenen Stimmen bekam und damit ebenfalls ein respektables Ergebnis einfuhr. Die weiteren Kandidaten erreichten höchstens einstellige Ergebnisse. Die Wahlbeteiligung lag bei 56 Prozent.

Bürgermeisterwahl in Oppenweiler mit überraschend klarem Ergebnis

Sieben Männer wollten Oppenweilers Bürgermeister werden – ein Kandidat war bei der Vorstellungsrunde krank. Foto: Gottfried Stoppel

Der bisherige Amtsinhaber Bernhard Bühler war nach einer einzigen Amtszeit aus persönlichen Gründen nicht mehr angetreten. „Meine Ressourcen sind endlich“, hatte der damals 56-Jährige seinen überraschenden Rückzug im Sommer erklärt. Gesundheitliche Rückschläge, darunter eine Corona-Erkrankung und eine Herzerkrankung, hätten ihn zu diesem Schritt bewogen.

Sieben Kandidaten bewarben sich um seine Nachfolge – eine ungewöhnlich große Auswahl, die den Wahlkampf in der 4400-Einwohner-Gemeinde umso spannender machte. Die Kandidaten präsentierten in den vergangenen Wochen bei einer Vorstellungsrunde und einem Wahlpodium ihre unterschiedlichen Visionen für Oppenweiler. Besonders intensiv diskutiert: die Themen Verkehr, Finanzen, Klimaschutz und Bürgerbeteiligung.

Die Bewerber deckten ein breites Spektrum ab

Gabriel Nold, der junge Verwaltungsfachangestellte, setzte im Wahlkampf auf Bürgernähe und Transparenz. Er war auch der erste Kandidat gewesen, der seine Bewerbung um das Amt abgegeben hatte. Joachim Lux, der Metzgermeister, wollte vor allem die lokale Wirtschaft stärken. Patrik Köhler, die Fachkraft für Arbeitssicherheit, versprach, sich für Bürgerversammlungen und eine aktivere Wirtschaftsförderung einzusetzen. Bruce Schlößer, der Altenpfleger, rückte soziale Themen sowie die Digitalisierung in den Fokus.

Christoph Hald, der ehemalige Bürgermeister von Gschwend, brachte Verwaltungserfahrung mit – bei den Wählern kam er ebenfalls gut an. Johannes Herbrik, der Jurist, wollte Oppenweiler zu einer grüneren Gemeinde mit mehr demokratischer Teilhabe machen. Und der Diplom-Ingenieur Heiko Eberhard setzte in seinem krankheitsbedingt verkürzten Wahlkampf auf Bürgernähe und – unter anderem – das Thema Verkehrslärm.

Die Amtszeit von Bernhard Bühler dauert noch bis zum 28. Februar 2026, voraussichtlich wird der neue Schultes Nold dann Anfang März in sein Amt eingeführt.