Sie sind jung, talentiert, und stammen aus aller Herren Länder. Bei der 2. Internationalen Opernwerkstatt in Waiblingen kann man die Stars von morgen hautnah erleben. Und auch Stars von heute.
Waiblingen - Die Stipendiatinnen und Stipendiaten der 2. Internationalen Opernwerkstatt Waiblingen stehen fest. Vom 20. bis zum 25. September sind elf Nachwuchstalente aus mehreren Nationen im Waiblinger Bürgerzentrum zu Gast. Dort proben die sieben jungen Frauen und vier Männer mit der Waiblinger Sopranistin Melanie Diener und dem US-amerikanischen Bariton Thomas Hampson an zwei Tagen öffentlich und feilen an ihren Auftritten für das große Abschlusskonzert am 25. September.
Eine harte Arbeit für die Sängerinnen und Sänger, ein kurzweiliges und interessantes Spektakel für das Publikum, zu dem längst nicht nur eingefleischte Opernfans gehören. Denn die Opernstars Melanie Diener und Thomas Hampson verraten den Teilnehmenden so manchen Trick und lassen nicht locker, bis es so klingt, wie es ihrer Ansicht nach klingen muss.
Fast alle Sängerinnen und Sänger sind schon in Europa
„Fast alle der Teilnehmenden sind gerade in Europa oder sogar in Deutschland, zwei von elf müssen aber aus den USA und Kanada anreisen“, sagt Brigitta Szabo, die diese Internationale Opernwerkstatt organisiert und wohl erst richtig Durchatmen kann, wenn tatsächlich alle Sängerinnen und Sänger in Waiblingen angekommen sind. Die eigentlich für den vorigen Herbst geplante zweite Ausgabe der Opernwerkstatt hatte wegen des Coronavirus ausfallen müssen. „Alle Teilnehmenden erfüllen die Vorgaben und sind entweder geimpft oder genesen“, sagt Brigitta Szabo, die festgestellt hat, dass die 1. Internationale Opernwerkstatt, die anlässlich der Remstal-Gartenschau 2019 ins Leben gerufen wurde, in der Opernszene Eindruck hinterlassen hat: „Es hat sich herumgesprochen, dass es die Opernwerkstatt gibt.“
Schon vor Beginn der Opernwerkstatt hatte nicht nur Brigitta Szabo alle Hände voll zu tun mit der Organisation des Events – auch das Dozentenduo Melanie Diener und Thomas Hampson war eingespannt: Ganze 155 Bewerbungen mussten die beiden Werkstattleiter sichten und die Einsendungen anhören. Denn die Kandidatinnen und Kandidaten hatten neben einem Lebenslauf auch ein Video einzureichen, auf dem sie zwei Arien singen. Eine musste von Mozart stammen, weil auf dem Programm dieses Mal seine Opern „Die Zauberflöte“ und „Cosi fan tutte“ stehen.
Gastfamilien stehen parat
Auch dieses Mal werden die Nachwuchstalente bei Gastfamilien im Raum Waiblingen wohnen. „Viele Familien aus dem Jahr 2019 sind wieder dabei, und es sind sogar noch welche hinzugekommen“, berichtet Brigitta Szabo: „Corona hat sie nicht abgeschreckt, die Bereitschaft, jemanden aufzunehmen ist groß.“ Für die Werkstatttage am 21. und 22. September hat der Kartenverkauf begonnen, erhältlich sind die Tickets zum Beispiel über die Internetseite www.internationale-opernwerkstatt-waiblingen.de. Die öffentlichen Probetage kann man per Live-Stream im Internet oder auch live vor Ort im Bürgerzentrum Waiblingen erleben. Auch die Karten für das Abschlusskonzert mit den Stuttgarter Philharmonikern und deren Dirigenten Dan Ettinger am 25. September sind nun im Vorverkauf.
Wer in Waiblingen zu hören ist
Werkstatttage
Am Dienstag und Mittwoch, 21. und 22. September, bieten die Werkstatttage die Chance, bei öffentlichen Proben dabei zu sein. Entweder über einen kostenlosen Live-Stream im Internet oder persönlich im Bürgerzentrum Waiblingen. Dann kostet das Tagesticket je zehn Euro. Karten für das Abschlusskonzert am Abend des Samstag, 25. September, mit den Stuttgarter Philharmonikern sind zum Einheitspreis von 38 Euro zu haben.
Teilnehmende
Dieses Mal sind bei der Internationalen Opernwerkstatt Talente aus elf Nationen mit dabei: Ambar Arias (Sopran) aus Venezuela, die kanadische Mezzosopranistin Florence Bourget, die Sopranistin Shira Cohen aus Israel, Viktorija Durdek (Sopran) aus Kroatien, der Bass Young-Kug Jin aus Südkorea, der aus Südafrika stammende Tenor Makudupanyane Senaoana, die New Yorkerin Sopranistin Melanie Spector, der Kandier Charles Sy, der von diesem Herbst an zum Ensemble der Stuttgarter Staatsoper gehört, die deutsche Mezzosopranistin Verena Tönjes, der Bariton Xiaomeng Zhang aus China sowie Victoria Randem (Sopran) aus Norwegen.