Auch in Fellbach hat der Dorfpolizist Franz Eberhofer die Ruhe weg. Foto: Gottfried Stoppel

Im Innenhof des Fellbacher Rathauses ist das Open-Air-Kino angelaufen. Noch bis zum Samstag wird ein ausgewähltes Programm gezeigt.

Fellbach - Der Eberhofer-Franz und bestes Wetter haben am Sonntagabend für ein ausverkauftes Open-Air-Kino und beste Stimmung im Fellbacher Rathausinnenhof gesorgt. Auch der fünfte Teil der bayrischen Kriminalkomödie nach einer Romanvorlage von Rita Falk, „Sauerkrautkoma“, hat seine Fans zum Lachen gebracht. Der Dorfpolizist wird zu seinem Leidwesen nach München versetzt, eine Leiche führt ihn und seinen Kumpel Rudi indes wieder zurück ins geliebte heimische Niederkaltenkirchen. Nicht umsonst heißt der Untertitel des Werks: „Am schönsten gemordet wird halt daheim.“

Die laue Sommernacht hat zusätzlich dazu beigetragen, dass die Betreiber an den Getränkeständen auf ihre Kosten kamen. Das Sommernachtskino in Fellbach erlebt zurzeit bereits seine 28. Auflage. Los gegangen ist die einwöchige Filmreihe am Samstagabend mit dem Romy-Schneider-Portrait „Drei Tage in Quiberon“.

Klassiker, Familienfilm, Preview und Filmkunst

Das Konzept sehe je einen Klassiker, einen Familienfilm, eine Preview und internationale Filmkunst vor, kombiniert mit erfolgreichen Publikumsfilmen der vergangenen Monate, sagt Melanie Hoffmann, die Leiterin des Schmidener Orfeo-Kinos und Verantwortliche für die Freiluftveranstaltungen. Besonders stolz ist sie, dass man dort bereits „Sauerkrautkoma“ präsentieren konnte, „denn erst am Donnerstag danach folgt der bundesweite Start“, sagt Hoffmann.

„Jim Knopf & Lukas, der Lokomotivführer“, der Familienfilm, ist am Dienstagabend zu sehen. Bei dem 26. Ludwigsburger Open-Air-Kino, das am Wochenende zu Ende geht, lief der Streifen mit Solomon Gordon und Henning Baum in den Hauptrollen schon, „und dort haben ihn auch viele Erwachsene ohne Kinder gesehen – weil er einfach so schön ist“, berichtet Melanie Hoffmann.

Buchstäbliche Filmkunst bietet am Mittwoch dann „Loving Vincent“. Für den ersten vollständig aus Ölgemälden erschaffenen Film haben 125 Künstler mehr als 65 000 Einzelbilder kreiert. Als Klassiker hat die Programmgestalterin 50 Jahre nach seinem Erscheinen „2001: Odyssee im Weltraum“ ausgesucht. Wer den Film bisher nur vom Fernsehen kenne, solle sich diese Chance in Fellbach nicht entgehen lassen. „Den muss man auf der großen Leinwand sehen, sonst hat man ihn gar nicht gesehen“, urteilt Melanie Hoffmann.

Bis zu 650 Zuschauer finden jeden Abend in dem Innenhof Platz. Die Gastronomie wird, nachdem das M5 nicht mehr existiert, wie schon im Jahr 2016 vom Ludwigsburger Cocco Bello betrieben.

Zum Abschluss „Serenade für Fanny“

Eine Besonderheit ist der Abschluss am Samstag, 18. August. In „Serenade für Fanny“ geht es um die Beziehung der seinerzeit 91-jährigen Fellbacherin Franziska Salland, genannt Fanny, und ihrer 30-jährigen Enkelin Alexandra Staib. Die Regisseurin Monique Marmodée zeigt, wie Alexandra einen Sommer im heimischen Schwabenland bei ihrer Großmutter verbringt – zu sehen sind auch Luftaufnahmen vom Kappelberg oder von den Feldern rund um Fellbach. Angesagt hat sich für den Abend neben Alexandra Staib auch die mittlerweile 93-jährige Franziska Salland.

Das ganze Programm des Fellbacher Open-Air-Kinos findet man hier.

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