Im Freien ist es doch am Schönsten: „La La Land“ läuft in diesen Tagen beim Open-Air-Kino in Bietigheim-Bissingen. Foto: Studiocanal

Das Open-Air-Kino in Bietigheim-Bissingen findet dieses Mal wegen Bauarbeiten nicht an der Hillerschule statt, sondern an der Realschule im Stadtteil Aurain. Beim Programm setzt der Veranstalter vor allem auf französische Komödien.

Bietigheim-Bissingen - Das Open-Air-Kino in Bietigheim-Bissingen läutet im Landkreis in diesem Jahr das Ende der Lichtspiele unter freiem Himmel ein: das Ludwigsburger Sommernachtskino ist am Sonntag mit der Komödie „Hampstead Park“ zu Ende gegangen und auch die Open-Air-Kinos in Bönnigheim, Vaihingen/Enz, Sachsenheim und Steinheim sind bereits gelaufen. In Bietigheim-Bissingen gibt es in diesem Jahr gleich zwei Veränderungen, was die Rahmenbedingungen der Veranstaltung angeht.

Zum einen steht die Leinwand in diesem Sommer im Schulhof der Realschule im Aurain und nicht an der Hillerschule. Dort lässt die Stadt nämlich für 4,5 Millionen Euro eine neue Gymnastikhalle bauen. Zum anderen hat der Veranstalter Michael Eisinger dieses Mal das Event um zwei Wochen nach hinten verlegt: „In den beiden ersten Ferienwochen gibt es so viele Veranstaltungen“, sagt er mit Blick beispielsweise auf die KSK Music Open oder das Open-Air-Kino in Ludwigsburg.

Optimale Bedingungen: Innenhof, Toiletten, Ferien

Beim alternativen Veranstaltungsort sei das Kulturamt der Stadt auf ihn zugekommen. „Auch an der Realschule im Aurain haben wir alles, was wir brauchen: einen schönen Innenhof, Sanitäranlagen und eine geringe Lärmentwicklung. Und natürlich Ferien“, sagt Eisinger.

Bei der Filmauswahl hat Eisinger, der die Open-Air-Kinos in Bietigheim-Bissingen, Vaihingen/Enz, Bönnigheim, Sachsenheim und Steinheim quasi im Ein-Mann-Betrieb veranstaltet, auf ein altbewährtes Konzept gesetzt: „Wir brauchen nach wie vor die Komödien, die Frauen ansprechen“, sagt er. Das sei die hauptsächliche Zielgruppe. Also gibt es vor allem eins: Wohlfühl-Kino. „Das ist die Art von Unterhaltung, die man sich im Urlaub vorstellt“, sagt Eisinger. Actionfilme seien unter freiem Himmel weniger gefragt, auch weil die Kassenschlager vom Kino-Stammpublikum sofort geschaut werden, so dass sie ein paar Wochen später beim Open-Air-Kino schon wieder uninteressant wären.

Französische Komödien im Fokus

Besonders angetan haben es Eisinger französische Komödien. An diesem Dienstag startet das Open-Air-Kino dann auch mit dem Film „Zum Verwechseln ähnlich“. In der Gesellschaftskomödie adoptiert ein aus dem Senegal stammendes Paar ein hellhäutiges Baby in Paris. Ebenfalls für die Lachmuskeln ist „Happy Burnout“ am Mittwoch. Dort landet der Punk und Systemverweigerer Fussel (Wotan Wilke Möhring) unfreiwillig in einer Klinik.

Weitere Highlights sind beispielsweise das Roadmovie „Lion“ am Donnerstag, die französische Komödie „Ein Dorf sieht schwarz“ am Sonntag sowie das oscar-prämierte Musical „La La Land“ am nächsten Mittwoch. Ebenso zum Schmunzeln: „Monsieur Pierre geht online“ am nächsten Samstag. Den Abschluss der Kino-Reihe in diesem Jahr bildet am Sonntag, den 27. August, die – ebenfalls französische – Komödie „Der Wein und der Wind“.

Ob der Schulhof im Aurain auf lange Sicht der Ort für Freiluft-Kino sein wird, ist unklar. Derzeit handele es sich um ein Ausweichquartier, sagt Eisinger. Die Arbeiten an der Hillerschule sollen zweieinhalb Jahre dauern. „Dann müssen wir schauen, wie viel Platz wir da noch haben.“

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