In Indien leben mehr als 30 Millionen herrenlose Hunde, viele von ihnen haben Tollwut (Symbolfoto).  Foto: dpa/Christine-Felice Röhrs

Sie drangen durch ein Fenster in den OP-Saal – und töteten ein Baby kurz nach der Geburt. Mehrere Mitarbeiter der Klinik in Indien wurden wegen Totschlags angeklagt.

Farrukhabad - In Indien ist ein Baby nur drei Stunden nach seiner Geburt in einem Krankenhaus von streunenden Hunden totgebissen worden. Die Hunde seien nach Angaben der Familie durch ein offenes Fenster in einen Operationssaal des privaten Krankenhauses im nordindischen Bezirk Farrukhabad gelangt und hätten das dort allein liegende Kind angegriffen, sagte der Ermittler Ved Prakash Panday am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. 

Verletzungen am ganzen Körper

Das Neugeborene sei am ganzen Körper verletzt worden, sagte der Ermittler. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung müsse jedoch noch die genaue Todesursache klären. Das Krankenhaus, das laut Behörden offenbar keine Betriebsgenehmigung hatte, wurde geschlossen. Mehrere Mitarbeiter der Klinik wurden wegen Totschlags angeklagt.

30 Millionen herrenlose Hunde

Vertreter des Akash-Ganga-Krankenhauses sagten der Familie nach deren Angaben zunächst, dass das Kind bereits tot geboren worden sei. Die Familie, die die Hunde in dem Operationssaal gehört hatte, hakte jedoch nach. Schließlich habe das Krankenhaus ihr ein Schweigegeld angeboten.

Berichte über in indischen Krankenhäusern streunende Hunde sind häufig. Vor allem in ländlichen Regionen sind die medizinischen Einrichtungen in schlechtem Zustand. In Indien leben mehr als 30 Millionen herrenlose Hunde, viele von ihnen haben Tollwut. 

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