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Kathrin Hölzl, die Weltmeisterin im Riesenslalom nimmt den Druck der Favoritin ganz locker.

Whistler - Vor einem Jahr feierte Kathrin Hölzl im französischen Val d'Isère ihren größten Triumph: den Weltmeistertitel im Riesenslalom. Nun soll der nächste Coup folgen. "Ich freue mich auf das Rennen, werde voll angreifen und schauen, was dabei rauskommt", sagt die 25 Jahre alte Skirennläuferin aus Bischofswiesen.

Kathrin Hölzl geht optimistisch an den Start. "Die Vorbereitung ist gut gelaufen, und meine beiden Weltcupsiege in diesem Winter haben mir viel Selbstbewusstsein gegeben." Mit der Bürde der Favoritin geht die Riesenslalom-Spezialistin locker um: "Ich finde es gut, dass die anderen jetzt auf mich schauen. Das ist mehr Motivation als eine Last."

Gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Susanne Riesch, Fanny Chmelar und Christine Geiger, die im Slalom an den Start gehen, ist Kathrin Hölzl erst am Sonntag von Calgary nach Vancouver geflogen. In der ehemaligen Olympiastadt bereitete sich das Quartett im Trainingslager auf seine Rennen vor. Vom tiefsten Winter bei minus fünf Grad kamen die Skirennläuferinnen ins frühlingshafte Whistler, wo das Thermometer auf über zehn Grad kletterte. "Das war schon eine Umstellung", gibt Kathrin Hölzl zu und wischt sich wie zum Beweis den Schweiß von der Stirn.

Den Sieg von Maria Riesch in der Kombination hat die Führende im Riesenslalom-Weltcup in Calgary vor dem Fernseher verfolgt. "Wir haben natürlich mitgefiebert und uns riesig gefreut. Der erste Druck ist dadurch weg", sagt Kathrin Hölzl. Gleich nach der Ankunft in Whistler wurde Rieschs Goldmedaille nicht nur begutachten, sondern auch für besonders schön befunden. Ein Grund mehr, das begehrte Stück selbst zu gewinnen.

 


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