Bereits am Mittwoch beginnen die ersten Wettbewerbe (Symbolbild). Foto: dpa/Cezary Kowalski

Bald beginnen in Tokio die Wettbewerbe der 32. Olympischen Sommerspiele. ARD, ZDF und Eurosport berichten ausführlich von dem Großereignis. Aber wird eigentlich alles zu sehen sein?

Tokio - Bereits am Mittwoch beginnen in Tokio die Wettbewerbe der 32. Olympischen Sommerspiele, zwei Tage vor der offiziellen Eröffnungsfeier im Olympic Stadium. Den Auftakt machen die Softballerinnen bei ihrer Rückkehr auf die olympische Bühne, ferner starten die Fußballturniere der Frauen sowie der Männer um das Team von DFB-Trainer Stefan Kuntz. ARD, ZDF und Eurosport berichten ausführlich von dem Großereignis.

Wer hat die Rechte?

Die Rechte sind im Besitz des US-Unternehmens Discovery, dem Mutterkonzern von Eurosport. Das Paket umfasst die Spiele von 2018 bis 2024, gekostet hat es 1,4 Milliarden Dollar. Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF hatten nach langen und harten Verhandlungen Sublizenzen erworben und dürfen damit ebenfalls aus Tokio berichten. Im Gegensatz zu den Winterspielen in Pyeongchang 2018 gibt es dieses Mal keine Beschränkungen für irgendwelche Sportarten.

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Wird alles zu sehen sein?

Kostenlos nicht. Wer wirklich auf alle Wettkämpfe zugreifen will, muss zahlen. Über die Streamingplattformen Joyn sowie Joyn+ (kostenpflichtig für bis zu 27 parallele Streams) und den Eurosport-Player bietet Eurosport ein Rundumpaket an. ARD und ZDF liefern neben ihren Sendungen im Hauptprogramm auch zehn parallele Livestreams in ihren Mediatheken an, geplant sind hier rund 1000 Stunden.

Wann beginnen die Übertragungen?

Los geht es am Mittwoch mit Livestreams zu Softball und Fußball sowie mit TV-Übertragungen bei Eurosport. Insgesamt mehr als 270 Stunden werden ARD und ZDF von den Wettkämpfen berichten, ab Samstag von morgens ca. 1.00 Uhr durchgehend bis nachmittags um 17.00 Uhr. Gleiches gilt für Eurosport 1. Während das Erste und das Zweite am Abend auf Zusammenfassungen verzichten, präsentiert Eurosport ab 17.00 Uhr die Sendung „Big in Japan - die Olympia-Show“ und ab 21.15 Uhr „Big in Japan - Olympia Late Night“ mit den Highlights des Tages und Analysen.

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Von wo berichten die Sender?

Zum großen Teil aus der Heimat. ARD und ZDF betreiben am ZDF-Standort am Mainzer Lerchenberg ein gemeinsames NBC (National Broadcasting Center) mit jeweils rund zwei Dritteln der Belegschaft. In Tokio berichten beide Sender ebenfalls aus einem gemeinsamen Studio, dem „Fenster zu Olympia“. Auch Eurosport hat sein Personal vor Ort auf ein Minimum reduziert, übertragen wird in der Hauptsache aus München.

Wer führt durch die Sendungen?

Es sind bekannte Gesichter. Die Moderatoren der ARD vor Ort sind Jessy Wellmer und Alexander Bommes, für das ZDF sind es Katrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne. Bei Eurosport führen Reck-Olympiasieger Fabian Hambüchen und Gerhard Leinauer durch die „Big in Japan“-Formate, allerdings in der Zentrale in Unterföhring.

Welche Experten wurden engagiert?

Die ARD begnügt sich mit dem Duo Frank Busemann und Julius Brink, das ZDF holte ein Quintett mit an Bord: Kristina Vogel (Bahnrad), Jonas Reckermann (Beachvolleyball), Philipp Crone (Hockey), Christian Keller (Schwimmen) und Ronny Ziesmer (Kunstturnen). Eurosport setzt auf ein anderes Konzept: Für beinahe jede Sportart wurde ein Fachmann oder eine Fachfrau engagiert. Die prominentesten Namen unter den 48 Experten sind neben Hambüchen zahlreiche Olympiasieger und Weltmeister wie Diskuswerfer Robert Harting, Fechterin Britta Heidemann, Weitspringerin Heike Drechsler und Springreiterin Simone Blum. Auch Tennis-Bundestrainerin Barbara Rittner und Fußball-Coach Mirko Slomka ordnen die Geschehnisse ein.

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