Der Medaillensatz ist komplett: Nach Bronze und Silber hat Hambüchen endlich sein erstes Olympia-Gold Foto: AP

Was Olympiasieger Fabian Hambüchen mit dem Gold-Reck von Rio vorhat und was die großen Zeitungen zur sagenhaften Flugshow des 28-Jährigen schreiben.

Rio de Janeiro - Fabian Hambüchen möchte nach seinem famosen Olympiasieg das Reck aus der Olympic Arena von Rio gerne erwerben. „Ich bin nach der Mixed-Zone noch mal in die Halle gegangen, um das Reck zu fotografieren. Da kam mit der Gedanke: Hey Alter, das Ding musst Du kaufen“, erzählte der Tunstar bei der Sieges-Party im Deutschen Haus. „Es wäre ja blöd, wenn ich das hier stehen lasse.“

Mit den Verantwortlichen des deutschen Geräte-Herstellers Spieth habe er schon gesprochen. „Sie haben signalisiert, das müsste klar gehen“, berichtete Hambüchen. Seinen Platz soll das Königsgerät in der Trainingshalle in Wetzlar finden. „Auf den Pfosten sind die olympischen Ringe und ich werde mein Autogramm drauf setzen, dann ist das ein Unikat“, sagte Hambüchen. Über die Kosten habe er sich noch keine Gedanken gemacht: „Es wird wohl so etwa fünf Riesen kosten, also noch überschaubar.“ Allerdings sei die Logistik der Überfahrt per Schiff noch ungeklärt.

In den großen deutschen Zeitungen und Online-Portale ist der Olympiasieg des 28-Jährigen am Mittwoch natürlich das Thema. „Damit hat nach Bronze bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 und Silber vor vier Jahren in London die Geschichte von Fabian Hambüchens Turnkarriere auf so perfekte Art und Weise ihren Höhepunkt gefunden, wie man es im wahren Leben eigentlich gar nicht erwarten würde“, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Für die „Süddeutsche Zeitung“ „turnt Hambüchen in den Olymp“. Es war das letzte Finale der Turn-Wettkämpfe, „es wurde zu einem Rührstück, zu einem perfekten Ende nach einer langen Turn-Karriere“, schreibt die Zeitung und erinnert daran, dass der Wetzlarer seine Karriere jetzt beendet.

Für die „Welt“ endet die sportliche Laufbahn des deutschen Publikumslieblings „statt mit Schmerzen mit Tränen des Glücks“. Tatsächlich hatte der lange verletzte Hambüchen bei der Nationalhymne und der Siegerehrung ein paar Tränchen vergossen. Gewohnt markig titelt die „Bild“: „Was für ein Abgang: Giganten-Sieg für unseren Turnstar!“ Während „Spiegel Online“ in seinem Nachdreher auch die Persönlichkeit des einst als „Harry Potter am Reck“ aus der Taufe gehobenen Turners würdigt. „Schon ohne Medaillen hatte sich Hambüchen in die Herzen der Deutschen geturnt, ihn nicht zu mögen war schwer. Fabian Hambüchen hat eine der beeindruckendsten deutschen Sportkarrieren des vergangenen Jahrzehnts hingelegt.“ Mit einem wahrlich krönenden Abschluss.

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