Bundespräsident Gauck hat der deutschen Mannschaft erfolgreiche Olympische Spiele gewünscht. Foto: dpa

Der Bundespräsident wünscht den deutschen Olympia-Startern erfolgreiche Spiele. Ukraines Sportminister erteilt seinem Team einen „Maulkorb“. 26 Entscheidungen stehen am Wochenende in Rio auf dem Olympia-Programm.

Rio de Janeiro - Bundespräsident Joachim Gauck hat der deutschen Mannschaft erfolgreiche Olympische Spiele in Rio de Janeiro gewünscht. Er sei sicher, dass alle Sportler Deutschland hervorragend vertreten würden. „Das gilt natürlich auch, wenn es nicht zu einer Medaille reicht. Sie haben es zu den Olympischen Spielen geschafft - das allein ist bewundernswert!“, schrieb Gauck am Freitag. Seine Reise zur Eröffnungsfeier am Abend hatte das Staatsoberhaupt zuvor wegen einer Zahnoperation absagen müssen.

„Der erste Tag ist mega-entscheidend“, sagte Schwimm-Chef Henning Lambertz - irgendwie auch stellvertretend für das deutsche Olympia-Team. „Wenn der gut ist, dann läuft das hier, da bin ich mir relativ sicher.“ Insgesamt wird in Rio am Wochenende 26 Mal Gold, Silber und Bronze vergeben.

Dopingskandal kam nicht zur Sprache

Einen Tag vor dem ersten Ritt gab es im Vielseitigkeits-Team ersten Stress. Andreas Ostholt mit So is et wurde durch Julia Krajewski mit Samourai ersetzt. Ostholts Pferd war nach Ansicht von Bundestrainer Hans Melzer nicht fit. „Wenn ich selber das Gefühl hätte, das Pferd wäre nicht einsatzbereit, dann wäre es etwas anderes“, sagte der tief enttäuschte Ostholt.

Der ukrainische Sportminister Igor Schdanow untersagte seinen Olympia-Athleten den Kontakt mit russischen Staatsmedien. Vorausgegangen waren Interviews im Moskauer Fernsehen, in denen ukrainische Sportler das Fehlen russischer Athleten bedauert hatten. Der Dopingskandal, wegen dem viele russische Sportler fehlen, kam nicht zur Sprache. Minister Schdanow sprach von einer „harten Ansage“ gegenüber dem Olympia-Kader.

„Wir sind natürlich enttäuscht“

Noch immer ist der Start der russischen Schwimm-Weltmeisterin Julia Jefimowa sowie den beiden Ruderern Anastassija Karabelschtschikowa und Iwan Podschiwalow ungeklärt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) stellte nach den Urteilen des Internationalen Sportgerichtshofes CAS fest: „Wir sind natürlich enttäuscht, dass der CAS unsere Maßnahmen gegen gedopte Athleten als zu hart betrachtet. Aber wir akzeptieren deren Beurteilung.“