Oliver Blume fordert eine klare Agenda zum Ausbau der Elektromobilität. Foto: AFP/PATRICK PLEUL

Beim Thema Elektromobilität läuft es nach Ansicht von Oliver Blume noch nicht rund. Der Porsche-Chef macht klare Ansagen vor dem Autogipfel im Kanzleramt.

Stuttgart - Porsche-Chef Oliver Blume erhofft sich vom nächsten Spitzentreffen der Branche im Kanzleramt Anfang November eine klare Agenda für den Ausbau der Elektromobilität. „Das Wichtigste ist, dass wir die Aktivitäten wie ein Unternehmen organisieren“, sagte Blume am Freitag beim „Handelsblatt-Autogipfel“ in Stuttgart.

„Wir haben im Moment noch einen riesigen Flickenteppich, wo Verantwortlichkeiten nicht klar sind. Es gibt keine gemeinsame Agenda, das Ganze durchzuziehen“, sagte der Porsche-Vorstandsvorsitzende und verwies auf Baden-Württemberg, wo Regierung und Industrie Ziele und Aufgaben klar sortiert und aufgeteilt hätten.

Treffen im Kanzleramt

Vertreter der Bundesregierung und der Autobranche wollen sich am 4. November im Kanzleramt treffen. Dabei soll es etwa um den Ausbau der Ladeinfrastruktur gehen.

Es müssten zudem bürokratische Hürden abgebaut werden, sagte Blume. „Bei uns gibt es immer noch eine starke Aufteilung zwischen Bund, Land und Kommunen, wo wir uns ewig zerfransen“, kritisierte er. „Durchziehen mit einem klaren Ziel, mit einer klaren Agenda dahinter, messbar machen das Ganze - und dann kommt dabei auch was raus“, sagte Blume.

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