Die Klemmfixe in der Mitte sollen verschwinden und die beiden Spuren Richtung Stadtmitte zu einer zus Foto: Heike Armbruster

Die Hauptradroute drei führt vom Berliner Platz nach Degerloch. An der Kreuzung von Olgastraße und Neuer Weinsteige vermissen Fahrradfahrer dennoch einen Fahrradweg. Das soll sich bald ändern.

S-Süd - Bislang ist die Kreuzung von Neuer Weinsteige und Olgastraße für Fahrradfahrer kein Vergnügen. Sie ist vergleichsweise unübersichtlich und vor allem nicht so geplant, dass Fahrradfahrer dort gut queren können. Das soll sich bald ändern. Die Strecke ist Teil der Hauptradroute drei, die vom Berliner Platz über Degerloch nach Plieningen führt. Damit hat sie Priorität, wenn es darum geht, dort Fahrradschutzstreifen zu planen.

Rainer Wallisch vom Amt für Stadtplanung und -erneuerung stellte im Bezirksbeirat Süd ein Gesamtkonzept für den Radverkehr an Olga-, Etzelstraße und Neuer Weinsteige vor. Eines, von welchem zunächst nur ein Teil verwirklicht werden kann. Auf Höhe des Falbenhennenplatzes soll die Fahrbahnmarkierung auf der Olgastraße verändert werden. Die Geradeausspur in Richtung Stadtmitte soll mit der Rechtsabbiegespur zusammengelegt werden.

Auf der Straße wenden ist trotzdem nicht mehr möglich

Auf der bisherigen Rechtsabbiegespur sollen neben einer Fahrradspur zusätzliche Parkplätze entstehen. Diese Arbeiten fallen mit der Umgestaltung des Falbenhennenplatzes zusammen. Das ist ein schon länger geplantes und finanziertes Projekt, dessen Umsetzung bislang an Einsprüchen eines Anwohners gescheitert ist. Durch die zusätzlichen Parkplätze wäre die Olgastraße an dieser Stelle so eng, dass auch die Klemmfixe, die bisher die Fahrbahnspuren getrennt haben, entfernt werden können. Diese verhindern bisher, dass Autofahrer auf Parkplatzsuche an dieser Stelle wenden. Wird die Fahrbahn verengt, besteht diese Möglichkeit nicht mehr.

Diese Planung fand bei den Bezirksbeiräten Gefallen, und auch die übrige Konzepte stießen auf eine positive Resonanz. Die Kreuzung Olgastraße und Neue Weinsteige soll langfristig so umgebaut werden, dass dort weniger Verkehrsinseln notwendig sind, und auch an der nahe gelegenen Kreuzung von Etzel- und Alexanderstraße unterhalb des Bopsers soll sich etwas tun. An dieser Kreuzung soll der Gehweg auf der Seite der Etzelstraße etwas vorgezogen werden, damit die Kinder aus der Umgebung sicher zur Jugendfarm gelangen, ohne dass parkende Autos ihre Sicht blockieren. Zudem soll auf der Olgastraße die Bushaltestelle etwas verlegt werden, damit der Bordstein angehoben werden kann und Menschen mit Gehproblemen an dieser Stelle besser in den Bus einsteigen können.

Während die Gesamtlösung noch nicht finanziert ist, kann die Veränderung der Fahrbahnmarkierung im Zuge der Neugestaltung des Falbenhennenplatzes in Angriff genommen werden. Über die Gesamtlösung stimmten die Bezirksbeiräte jedoch auch noch nicht ab. Sie wollen sich zunächst vor Ort selbst einen Überblick verschaffen.

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