Der Blick richtet sich wieder nach vorne: Toptalent Laurin Ulrich vom VfB Stuttgart Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Das 18-Jährige Eigengewächs hat nach gesundheitlichen Problemen wieder zu seiner Form gefunden. Doch zunächst heißt es für ihn: Pauken statt Dribbeln.

Für Laurin Ulrich hat sich der Kurztrip zur Juniorennationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gelohnt. 80 Minuten lang spielte das Talent des VfB Stuttgart im ersten Test gegen Dänemark – und erzielte ein Tor beim 5:2-Sieg. Die Offensivkraft brachte die U-18-Auswahl von DFB-Trainer Christian Wörns mit dem 1:2-Anschlusstreffer zurück in die Spur, doch an diesem Donnerstag wird der 18-Jährige fehlen, wenn es in Wolfsburg ein zweites Mal gegen die Skandinavier geht.

 

Absprachegemäß. Denn Ulrich steht unmittelbar vor seinen Abiturprüfungen und ist deshalb vorzeitig nach Stuttgart zurückgekehrt. Pauken statt Dribbeln steht auf dem Stundenplan für den 18-Jährigen. In den Fächern Deutsch, Mathe, Englisch und Betriebswirtschaft geht es um gute Noten – und erst danach wieder um den Traum vom Profifußball.

Ulrich zählt zum verheißungsvollen 2005er-Jahrgang aus der VfB-Jugend. Mehrere Spieler daraus sollen zunächst perspektivisch und danach dauerhaft in den Bundesligakader aufrücken. Wie der Torhüter Dennis Seimen und Samuele di Benedetto, die ebenfalls zur deutschen U-18-Nationalmannschaft gehören. Bisher hat aber erst Ulrich ein paar Erstligaminuten in der Statistik stehen.

Zum Jahreswechsel lief es für den Hochbegabten jedoch nicht mehr rund. Laurin musste wohl seinem hohen Pensum Tribut zollen und hatte einige gesundheitliche Probleme. Er verpasste weite Teile der Vorbereitung unter dem damaligen Trainer Bruno Labbadia. Um Spielpraxis und Selbstvertrauen zu sammeln, kam der Techniker in der U 19 des VfB zum Einsatz. Nun klopft er wieder oben an und trainiert mit dem Bundesligateam unter Chefcoach Sebastian Hoeneß. So soll es bleiben – und nach dem Abistress will Ulrich bei den VfB-Profis voll angreifen.