Kartoffeln Foto: SoAk

Ehepaar Mauch sendet "zwei Anekdoten aus dem Dorf das man auf keiner Landkarte findet"

Das Ehepaar Erna und Helmut Mauch sendet uns "zwei Anekdoten aus dem Dorf das man auf keiner Landkarte findet: Aize" (Ötisheim) aus den 30er Jahren:

In Aize gab's einen Pfarrer mit vier Söhnen. Der Erstgeborene war ein sehr intelligenter Bursche. Die anderen Söhne jedoch waren einer nach dem andern etwas weniger gescheit. Einmal fragte der Pfarrer einen Aizemer Wagner (ein Original des Ortes) was er denn dazu meine. Dieser antwortete: ,Herr Pfarrer, des isch grad so wie bei de Krombiera. Wenn sie vier Johr hendranander die gleiche Steckäbbiera nemma, komme mit dr Zeit au emmer kloinere Bobbel raus.'

Eben dieser Aizemer Wagner bekam seinerzeit einen Kirchensteuerbescheid. Daraufhin schrieb er dem Pfarrer eine Rechnung über einen Melkschemel. Erstaunt fragte der Pfarrer ihn: ,Warum bekomme ich von Ihnen eine Rechnung über einen Melkschemel? Ich habe doch gar keine Kühe.' Daraufhin antwortete der Wagner: ,Sehe Se Herr Pfarrer, i hab von Ehne en Kirchasteuerzettel kriegt, aber i geh doch nie end Kirch!"'

Leserin Herta Pfau aus Leutenbach schickt uns ein Gedicht "das nicht auf meinem Mist gewachsen ist. Ich habe es in meiner frühen Jugend einmal gehört und nicht mehr vergessen:

Dr. Frieder kommt zur Behne ra,
,du Weib, i muaß dir ebbes saa ...
du woisch, dass i, fenf Johr ischs gau,
mei Daschauhr verlaura hau.
Jetzt stier i uff dr Behne grad,
em ausranschierda Sonntichstaat,
do kommt mr au a Wescht en d' Händ,
was moinsch, was i em Täschle fend?'
Sie: ,Dei Uhr, noch so ra langa Frischt?'
,Noi, 's Loch, durch des se nausgrutscht isch!"'

Der schwäbische Spruch des Tages kommt von Leser Walter Pfau aus Mellmersbach: "Wer em Haiet net gabelt, en dor Ernt net zappelt, em Herbst net früh uffstoht, der ka gucka, wias am em Wenter goht!"