Das Rebgut Haltnau zwischen Meersburg und Hagnau mit Blick zum Säntis gehört seit dem Mittelalter zur Stadt Konstanz. Foto: picture-alliance/

Das Konstanzer Bürgertröpfle wird alljährlich bei der Fernsehfasnacht im Konzil genossen – und veralbert. In Zukunft könnte der Wein aus Deutschland ältester Spitalkellerei ein ökologisch korrekter Genuss werden.

Konstanz - Die Stadt Konstanz will ihre Spitalkellerei spätestens vom Jahr 2022 auf den biologischen Anbau von Weinen umstellen. Dieses Ziel hat Oberbürgermeister Uli Burchardt (CDU) jetzt formuliert. Die Spitalkellerei ist seit 2002 von der städtischen Spitalstiftung an private Betreiber verpachtet. Mit dem Ablauf des bisherigen Vertrags könnte in einem neuen Vertrag die Ausrichtung der Kellerei auf einen biologischen Anbau der Weine verbindlich festgeschrieben werden.

Die gegenwärtigen Pächter der Spitalkellerei erklärten, schon jetzt auf den Einsatz von Glyphosat verzichten zu wollen. Die Spitalkellerei gehört seit 1225 zur Spitalstiftung, die mehrere Alten- und Pflegeheime sowie das Konstanzer Krankenhaus betreibt. Auf etwa 23 Hektar erzeugt sie ihre Bodensee-Weine, vor allem der Sorten Müller-Thurgau und Spätburgunder.

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