Giftiges Löschwasser hatte im August 2015 im Kreis Schwäbisch Hall ein großes Fischsterben in der Jagst ausgelöst. (Archivfoto) Foto: dpa

Es war die größte ökologische Katastrophe im Südwesten seit knapp 20 Jahren: Ende August 2015 gerät nach einem Mühlenbrand mit dem Löschwasser Ammoniumnitrat in die Jagst. Ein 21-Jähriger steht nun im Fokus der Polizei.

Schöntal - Nach dem verheerenden Chemieunfall an der Jagst ermittelt die Staatsanwaltschaft Ellwangen gegen einen 21-Jährigen wegen fahrlässiger Brandstiftung. Das Feuer der Mühle in Kirchberg (Kreis Schwäbisch Hall) sei wahrscheinlich auf das Verbrennen von Abfällen und den dadurch verursachten Funkenflug zurückzuführen, teilte Staatsanwalt Jens Weise mit. Ob dem Beschuldigten ein Fahrlässigkeitsvorwurf zu machen sei, werde derzeit geprüft. Für die rechtliche Beurteilung seien auch die Ermittlungsergebnisse aus weiteren Verfahren wegen Gewässerverunreinigung relevant.

Es war die größte ökologische Katastrophe im Südwesten seit knapp 20 Jahren: Bei dem Mühlenbrand war am 23. August mit dem Löschwasser Ammoniumnitrat aus Düngemitteln in das Gewässer gespült worden. Eine 23 Kilometer lange Giftfahne schwamm zwei Wochen lang die enge Jagst hinunter. Tausende Fische verendeten.

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