Mehrere lokale Buslinien in L.-E. und Filderstadt sollen Ende 2018 verändert werden. Foto: Norbert J. Leven

Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen ordnen Ende des Jahres 2018 die lokalen Buslinien neu.

Filderstat/Leinfelden-Echterdingen - Die Großen Kreisstädte Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt haben sich auf ein gemeinsames, Ortsgrenzen überschreitendes Buskonzept für die Zeit nach November 2018 verständigt. Von diesem Zeitpunkt an gelten neue Fahraufträge, die vom Landkreis gebündelt an Busunternehmen vergeben werden.

Für die beiden Städte ergeben sich große Vorteile. Zum einen erhält der Landkreis den Status quo bei der Versorgung im Busverkehr. Zum anderen lassen sich gewünschte Veränderungen und Verbesserungen bei einzelnen Linien mit geringen Zuzahlungen umsetzen, Kosten etwa für neue Haltestellen gehen natürlich extra. „Ich sehe nur Verbesserungen und das Ganze zu fast demselben Preis. Herz, was willst du mehr“, kommentierte Oberbürgermeister Roland Klenk das ausgehandelte Paket am Dienstag in der Sitzung des Gemeinderats von L.-E. Die Stadt rechnet mit Betriebskosten von 189 000 Euro. Bislang musste sie zum aktuellen Buslinienverkehr 156 000 Euro beisteuern.

In das vom Filderstädter Büro Praxl entwickelte Konzept sind Anregungen von Bürgern, die bei einer Befragung zum Mobilitätskonzept auch zu lange Fahrtzeiten zwischen Musberg und Stetten kritisiert hatten, eingeflossen. Politiker und Verwaltung glauben, dass das attraktivere Angebot mehr Fahrgäste anziehen wird.

Linie 35

Die Linie 35 (künftig 805) wird nicht mehr von Leinfelden zum Kreiskrankenhaus in Ruit fahren, sondern von Waldenbuch über Plattenhardt, Filderklinik, Bonlanden, Bernhausen und Ruit pendeln. Mit den auf Markung L.-E. eingesparten Kilometern können dort Buslinien optimiert werden.

Linie 36/36a (künftig 816/816a)

Die vom Bahnhof Echterdingen nach Neuhausen verkehrende Linie 36 wird am Bahnhof Bernhausen gesplittet. Fahrgäste nach Neuhausen müssen dort umsteigen. Der Vorteil der Splittung: Die beiden Städte können einen Ringverkehr von Echterdingen über Stetten, Bernhausen und den Flughafen einen Ringverkehr einrichten. Vorgesehen ist ein Stundentakt, Busse sind gegenläufig unterwegs, so dass ein unechter Halbstundentakt entsteht. In Echterdingen-Nord werden Hotels, Geschäfte und Gewerbebetriebe ebenso angebunden wie die neue Stadtbahnhaltestelle an der Stadionstraße. Angesteuert wird auch das Fernbusterminal am Flughafen. Die Route erschließt auch das Gewerbegebiet Sielminger Straße in Stetten. Die Linie 36a soll auch den Entfall der Linie 806 kompensieren. Diese Linie wird eingestellt, wenn die Stadtbahn U 6 zum Flughafen fährt.

Linie 38a (Ersatz für Linie 35)

Die Linie 38a soll vor allem die Fahrzeit zwischen den Stadtteilen Musberg, Echterdingen und Stetten verkürzen. Auch diese Linie hält am Gewerbegebiet Sielminger Straße in Stetten. Die Erschließung von Fildorado und Filderklinik in Bonlanden wird wesentlich verbessert. Endpunkt ist die Haltestelle Bonlanden Nord. In Musberg ist eine Ringführung über die Karlstraße vorgesehen. Damit werden die nördlichen Quartiere besser an den Bus angebunden. Die Linie 38a soll auch das Gewerbegebiet Zaunacker und den Friedhof in Echterdingen andienen. Der Fahrplan dieser Linie soll nicht auf die S-Bahn, sondern auf den Stadtbahn-Takt abgestimmt werden.

City-Bus

Die Einführung einer City-Bus-Linie wird hingegen vorerst aus Kostengründen zurückgestellt, ebenso die Überlegungen zu einem Elektrobus-Pendelverkehr zwischen der Markomannenstraße in Leinfelden und der Haltestelle Hinterhof in Echterdingen. Über Kosten dafür soll die Verwaltung auf Antrag der LE-Bürger/FDP-Fraktion dem Technische Ausschuss noch berichten. Mehrere Fraktionen forderten auch eine Debatte über die Verlängerung der U 6 nach Echterdingen.

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