In dieser Woche sorgten die Bottwartäler Schlehbeucher für närrische Stimmung im Rathaus. Zunftmeister Günther Krautter, seine Frau Inge Krautter und Natascha Kindsvogel schlüpfen jedes Jahr zur Fasnetszeit in ihre handgefertigten Häs und ziehen mit lautem Schellengeläut ins Rathaus ein. Gut gelaunt hielten sie eine humorvolle Rede an Bürgermeister Kai Kraning und überreichten handgefertigte Holzorden sowie gravierte Gläser mit Bonbons.
Ein besonderer Anlass begleitete den Besuch: Die Narrenzunft Oberstenfeld e. V. feiert in diesem Jahr ihr 33-jähriges Bestehen. Mit ihren handgeschnitzten Holzmasken, traditionellen Häs und ihrem urigen Auftreten verkörpern die Schlehbeucher lebendig gelebte regionale Kultur.
Der Name „Schlehbeucher“ leitet sich dabei nicht von der Schlehe ab, sondern beschreibt im Dialekt einen Wengerter, der in den steilen Weinbergen schwer arbeitet. Diese Geschichte spiegelt sich auch im Häs wider: Ein braun gefärbter Maleranzug symbolisiert den Boden, auf den Weintrauben und Weinblätter in Handarbeit aufgedruckt werden.
Der Rathausbesuch ist nur einer von vielen Höhepunkten im Jahreslauf der Zunft. Vom Maskenabstauben am 6. Januar bis zum Aschermittwoch sind die Schlehbeucher bei zahlreichen Umzügen und Veranstaltungen präsent – in diesem Jahr sogar im SWR. Für die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung war der närrische Besuch eine willkommene Abwechslung.
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