Foto: Dr. Qingwei Chen

für 2024 gestoppt – Umsetzung zu späterem Zeitpunkt

Rund 270 Besucherinnen und Besucher sind am Dienstagabend zur von der Gemeindeverwaltung organisierten Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema „Glasfaserausbau in Oberstenfeld und Gronau“, ins Bürgerhaus gekommen. Anlass der Veranstaltung war die Mitteilung der Deutschen Telekom, dass der Glasfaserausbau in Oberstenfeld und Gronau für 2024 gestoppt wurde.

Die Deutsche Telekom, vertreten durch Herrn Volker Ackermann, stand den kritischen Fragen der Bürgerinnen und Bürger gegenüber und informierte über den aktuellen Stand und die Gründe für die Verzögerungen. Herr Victor Kostic vom Zweckverband Kreisbreitband, dem die Gemeinde Oberstenfeld wie fast alle Kommunen im Kreis Ludwigsburg angehört, war ebenfalls gekommen.

Eine der Hauptursachen für die Verzögerung war ein Fehler der für die Netzstruktur zunächst beauftragten Planungsfirma, weshalb der Ausbau von der Technikabteilung der Deutschen Telekom Ende 2023 gestoppt werden musste. Infolgedessen wurde eine neue Planung in Auftrag gegeben. Des Weiteren müssen die Tiefbauarbeiten neu vergeben werden, wobei die Verhandlungen hierfür noch nicht abgeschlossen sind.

Volker Ackermann betonte ausdrücklich, dass die Gemeinde Oberstenfeld keine Schuld an der Verzögerung des Glasfaserausbaus trägt, die Probleme auf Seiten der Telekom aufgetreten sind.

Zusätzliche Kritik an der Deutschen Telekom wurde von der Verwaltung geäußert, da entgegen der vorherigen Zusage, dass alle Haushalte kostenlos einen Glasfaseranschluss erhalten sollen, dies aktuell nicht mehr möglich ist. Die Entscheidung der Deutschen Telekom, deutschlandweit keine Glasfaserhausanschlüsse in Ein- und Zweifamilienhäusern zu verlegen, ohne dass dort mindestens ein Tarif gebucht wird, widerspricht den Zusagen von vor einem Jahr.

Für die Registrierung und Tarifbuchung im Rahmen des Glasfaserausbaus in Oberstenfeld und Gronau gilt folgendes Verfahren: Personen, die sich bereits registriert haben, müssen nichts weiter unternehmen, da ihre Registrierung weiterhin gültig bleibt. Sie werden im weiteren Verlauf per E-Mail darüber informiert, wenn die Vorvermarktung beginnt. Dies kann noch weitere sechs Monate dauern.

Während der Vorvermarktungsphase haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich für oder gegen einen Tarif zu entscheiden. Wenn sie sich für den Abschluss eines Tarifs bei einem der Anbieter im Netz der Deutschen Telekom entscheiden, wird der Glasfaseranschluss kostenfrei ins Haus gelegt.

Entscheiden sich die Personen gegen die Buchung eines Tarifs, wird lediglich ein Leerrohr vorbereitet, um den Anschluss für eine spätere Nutzung vorzubereiten. Es ist wichtig zu beachten, dass nur noch bei Abschluss eines Tarifs der kostenfreie Glasfaserhausanschluss realisiert wird.

Uns ist es ein wichtiges Anliegen, dass die Bürgerinnen und Bürger über alle Schritte und Entscheidungen transparent informiert werden, um ihnen eine fundierte Wahlmöglichkeit zu bieten. Es liegt an jeder und jedem Einzelnen, ob sie oder er von diesem Angebot Gebrauch machen möchte und somit von den Vorteilen des Glasfaserausbaus profitieren kann.

Das Fazit zum Breitbandausbau in Oberstenfeld und Gronau fällt ernüchternd aus: Der Ausbau stockt und verläuft nicht wie ursprünglich geplant. Die aktuellen Verzögerungen und Probleme stehen im Widerspruch zu den vorherigen Vereinbarungen und Zusagen.

Es ist bedauerlich, dass der Breitbandausbau nicht reibungslos voranschreitet und die Bürgerinnen und Bürger weiterhin auf eine zuverlässige Glasfaserinternetanbindung warten müssen.

Es wurde uns zugesagt, dass die Hindernisse überwunden werden und der Breitbandausbau zügig vorangetrieben wird, um den Bürgerinnen und Bürgern eine zeitgemäße Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten konstruktiv zusammenarbeiten, um das Ziel eines flächendeckenden Breitbandnetzes in Oberstenfeld und Gronau zu erreichen.

Bei uns daheim

Die hier veröffentlichten Artikel wurden von Vereinen und Gemeinden, Schulen und Kindergärten, Kirchengemeinden und Initiativen verfasst. Die Artikel wurden von unserer Redaktion geprüft und freigegeben. Für die Richtigkeit aller Angaben übernehmen wir keine Gewähr.