Der Asphalt auf der A9 soll erneuert werdens. Foto: dpa

Die Aufarbeitung des schlimmen Busbrandes mit 18 Todesopfern geht weiter. In Dresden wird der Opfer gedacht, in Oberfranken ist ein Gottesdienst für die Helfer geplant. Und an der Autobahn selbst sind jetzt die Bauarbeiter gefragt.

Münchberg - Nach dem ersten Schock geht es nun an die Aufarbeitung des verheerenden Busunglücks mit 18 Toten auf der Autobahn 9 in Oberfranken. Eine Andacht für die Opfer und ein Gottesdienst für die Helfer sind ebenso geplant wie Reparaturarbeiten an der Autobahn selbst. Dort soll der kaputte Asphalt erneuert werden. Die Autobahndirektion Nordbayern plant die Arbeiten nahe Münchberg (Landkreis Hof) von Montag (10. Juli) an - also genau eine Woche nach dem Brand des Reisebusses aus Sachsen.

Bei der Polizei laufen derweil die Ermittlungen zur Unfallursache weiter. Auch die Identifizierung der Todesopfer sei noch nicht abgeschlossen, sagte ein Sprecher am Freitag.

Die Touristen stammten aus Sachsen und aus Brandenburg

Bei dem Unfall war der Reisebus in einen Lkw-Anhänger gekracht und hatte Feuer gefangen. 30 Reisende konnten sich retten, 18 verbrannten in dem Bus, der sie eigentlich an den Gardasee hätte bringen sollen. Die Touristen stammten aus Sachsen und aus Brandenburg. An die Todesopfer soll an diesem Samstag eine Andacht in Dresden erinnern. In Bayern ist für diesen Tag Trauerbeflaggung angeordnet worden.

Für die Einsatzkräfte gibt es am 19. Juli einen ökumenischen Gottesdienst in der Stadtkirche von Münchberg. „Der Gottesdienst soll helfen, das Geschehene aufzuarbeiten. Wir bieten seelsorgerische Hilfe an“, erläuterte der evangelische Dekan von Münchberg, Erwin Lechner. „Das berührt die Menschen. Das sind Bilder, die sich einbrennen“, sagte er über die Stimmung unter den Rettungskräften. Zahlreiche Helfer von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Technischem Hilfswerk waren an der Unfallstelle im Einsatz.

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