Für den Chefposten im Steinenbronner Rathaus bewerben sich fünf Männer und eine Frau. Foto: Archiv/Malte Klein

Die Bewerber für den Posten des Bürgermeisters in Steinenbronn stellen sich am 25. September in der Sandäckerhalle vor. Bisher kandidieren fünf Männer und eine Frau für die Nachfolge von Johann Singer.

Steinenbronn - Für ihre Präsentation, die um 18 Uhr beginnt, bekommen die Kandidaten zehn Minuten Zeit. Weitere fünf Minuten gibt es jeweils für die Fragen der Bürger. Fünf Männer und eine Frau haben bisher ihren Hut in den Ring geworfen. Sie alle wollen am 11. Oktober als Nachfolger von Bürgermeister Johann Singer gewählt werden. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum Montag, 21. September, um 18 Uhr. Allen sechs Kandidaten sind die Konsolidierung des Haushalts und die Digitalisierung ein großes Anliegen.

Die Reihenfolge der Bewerber beginnt alphabetisch mit Ronny Habakuk. Er ist 1979 in Berlin geboren und wohnt seit 2013 in Steinenbronn. Der verheiratete Vater von einjährigen Zwillingen arbeitet als Verwaltungsbeamter beim Regierungspräsidium Stuttgart im Bereich Polizei- und Verwaltungsrecht. Seine Hobbys sind Hunde, Westernreiten und Wandern. Sehr wichtig ist für ihn die Bürgerbeteiligung. Die Steinenbronner sollen bei Entscheidungen eingebunden und gehört werden. „Die Ortskerngestaltung kann ein Musterbeispiel dafür sein“, sagt der Kandidat.

Unter sechs Kandidaten eine Frau

Als einzige Frau bewirbt sich bisher Petra Hanel für den Chefsessel im Rathaus. Die 48-Jährige ist verheiratet. Sie wohnt in Steinenbronn und ist dort auch aufgewachsen. Die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende arbeitet im Vertrieb einer Vaihinger Firma. In ihrer Freizeit reist sie gern und ist in der Natur unterwegs. Die deutsche Meisterin im Fußball treibt außerdem viel Sport. Auch ihr ist die Bürgerbeteiligung ein Anliegen. Während der Corona-Pandemie habe sie außerdem erfahren, wie wichtig stabile Internet-Verbindungen im Homeoffice sind, sagt die Kandidatin. Diese gelte es zu schaffen. Außerdem will Hanel für ältere Menschen einen Seniorenrat und einen Bürgerbus einrichten.

Ein weiterer Kandidat wohnt zwar nicht in Steinenbronn, hat dort aber eine Firma für E-Commerce Services. Der 54-jährige Familienvater Stephan Keck hat zwei Kinder und wohnt in Vaihingen. Er will in Steinenbronn mehr Gewerbe ansiedeln. Dazu gehöre auch, dass der Busverkehr für Arbeitnehmer verbessert werde. „Ich sehe mich als Unternehmer und nicht als Verwalter“, sagt er. Er wolle neue Ideen entwickeln und Projekte anstoßen, die dann auch umgesetzt werden.

Der jüngste Kandidat im Feld ist Lukas Lang. Der Junggeselle ist 1995 in Reutlingen geboren. Seit Mai 2019 wohnt er in Steinenbronn und arbeitet dort als Ordnungsamtsleiter im Rathaus. Seine Hobbys sind Kochen sowie Kraft- und Ausdauersport. Er will vor allem junge Familien fördern, Kitas und die Bildungseinrichtungen ausbauen, Freizeit- und Kulturangebote für jeden, eine bessere Unterstützung und Einbeziehung der alternden Bevölkerung, Vereine und Ehrenamt stärken.

Vier Bewerber wohnen in Steinenbronn

Ein weiterer Steinenbronner Bewerber heißt Hans-Georg Mai. Er wurde 1976 in Mediasch (Rumänien) geboren. Mai ist geschieden und hat zwei Töchter. Der gelernte Kfz-Mechaniker arbeitet als Inte­grationsmanager beim Kreis Böblingen. Wandern und Radfahren sind seine Hobbys. Er will klare Richtlinien für die Beteiligung der Bürger entwickeln, ein Klimaschutzkonzept erstellen, Unverpackt- und Secondhandläden ansiedeln, den Wochenmarkt ausbauen und Spielplätze für alle Altersgruppen umgestalten.

Der sechste Kandidat ist Dennis Mews. Er ist 1984 in Tübingen geboren. Der ledige Wirtschaftsjurist arbeitet als Sachgebietsleiter in der Stadtkämmerei Filderstadt. Zu seinen Hobbys gehören Sport und Reisen. Seine wichtigsten Ziele sind: die Verbesserung der Verwaltungsorganisation, die Weiterentwicklung der Ortskernsanierung, eine gut funktionierende Kinderbetreuung und der Ausbau der Sozialleistungen, „Ältere Mitbürger sollten in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können“, sagt er.

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