Maximilian Friedrich – klarer Sieger bei der OB-Wahl in Backnang. Foto: Gottfried Stoppel/Gottfried Stoppel

Der 33-jährige, derzeit Bürgermeister der Gemeinde Berglen, schrammt mit 49,5 Prozent nur haarscharf an der absoluten Mehrheit vorbei. Konkurrent Stefan Neumann zieht seine Bewerbung zurück.

Backnang - Mit diesem eindeutigen Ergebnis hatten die wenigsten Beobachter gerechnet: Als klarer Sieger ist der 33-jährige parteilose Maximilian Friedrich aus der Oberbürgermeisterwahl in Backnang (Rems-Murr-Kreis) hervorgegangen.

Nur 0,5 Prozent fehlen zum sofortigen Sieg

Im ersten Wahlgang schrammte er nur knapp an der absoluten Mehrheit vorbei. Es dauerte allerdings lange, ehe die letzten beiden der 36 Wahlbezirke ausgezählt waren und der Erste Bürgermeister Siegfried Janocha gegen 21.30 Uhr über den Livestream des städtischen Youtube-Kanals vor knapp 570 Zuschauern das Endergebnis verkündete: Demnach erreichte Friedrich rund 49,5 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Die Neuwahl findet nun am Sonntag, 28. März statt. Überraschungen sind dann aber nahezu ausgeschlossen: Alles deutet jetzt darauf hin, dass Friedrich die Nachfolge von Frank Nopper (CDU) antreten kann, der zum neuen Oberbürgermeister in Stuttgart gewählt worden war.

Konkurrent Stefan Neumann ist schwer enttäuscht

Vorausgesagt hatten viele ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Friedrich, derzeit Bürgermeister in Berglen, und Stefan Neumann (CDU). Der Diplom-Verwaltungswirt ist ebenfalls Bürgermeister, und zwar in Künzelsau im Hohenlohekreis. Das Ergebnis jetzt allerdings war ernüchternd für den 38-Jährigen, landete er doch bei lediglich 24,5 Prozent.

„Es ist schade, dass es so deutlich ausgegangen ist“, erklärte er am späteren Abend gegenüber unserer Redaktion, weshalb er zum zweiten Wahlgang nicht antreten werde. Den dritten Rang belegte der Lokalmatador Jörg Bauer mit 11,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei gut 55 Prozent.

In Backnang geboren

Maximilian Friedrich konnte sicher auch damit punkten, dass er einerseits zwar aktuell als Mann von außen kommt, sich aber gleichzeitig als ein echter Backnanger bezeichnen darf. Schließlich ist er in Backnang geboren. „Ich habe in der Stadt an der Murr die ersten drei Jahre meines Lebens verbracht“, sagt er, im nahen Auenwald ist er aufgewachsen und hat seitdem „nie den Kontakt nach Backnang verloren“. 2012 war er in der zwischen Winnenden und Schorndorf gelegenen Flächengemeinde Berglen zum Bürgermeister gewählt worden – als „jüngster Schultes Deutschlands“, wie er durchaus mit Stolz betont. Bei seiner Wiederwahl in Berglen im vergangenen Juni kam er auf 96 Prozent der Stimmen.

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