Wer zieht im Chefzimmer im Obergeschoss des Leonberger Rathauses ein? Foto: Simon Granville

Alle Bewerber mussten mindestens 50 Unterstützer-Stimmen beibringen. Doch der Wahlausschuss der Stadt hat nicht alle Unterschriften akzeptiert.

Jetzt ist es amtlich: Der Wahlausschuss der Stadt Leonberg hat Marion Beck, Josefa von Hohenzollern, Tobias Degode, Willi Kerler und Marisa Betzler als Kandidaten für die OB-Wahl am Sonntag, 28. September, zugelassen. In dieser Reihenfolge werden diese Fünf auch auf dem Wahlzettel stehen. Sie richtet sich nach dem Eingang der Bewerbungen. Wurden Unterlagen gleichzeitig eingereicht, hat das Los entschieden, teilt die Stadtverwaltung mit.

 

Nicht geschafft auf die Liste hat es Benjamin Schulz. Der Administrator der Leonberg-Gruppe auf Facebook hatte bereits seit mehreren Wochen aktiv für sich geworben. Allerdings wurden vom Ausschuss nur 34 der von ihm eingereichten 51 Unterstützer-Stimmen anerkannt.

Insgesamt zehn Bewerber

50 gültige Unterschriften sind nötig, um zur Wahl zugelassen zu werden. Schulz erklärt, dass er „schweren Herzens“ die Entscheidung akzeptiere. Insgesamt waren zehn Bewerbungen bei der Stadt eingegangen.

Nach Angaben der Stadtverwaltung gibt es verschiedene Gründe, die zur Aberkennung geleisteter Unterschriften führen: Die betreffende Person hat auch einen anderen Kandidaten unterstützt; Die Angaben zur Person haben nicht übereingestimmt; Die Unterschrift hat nicht mit der auf dem Ausweis übereingestimmt; Und schließlich können nur Wahlberechtigte eine Unterstützer-Stimme abgeben.

Auch bei den anderen Kandidaten hat es nach den Angaben der Stadt ungültige Stimmen gegeben. Trotzdem hätten die jetzt zugelassenen Bewerber alle mindestens 50 Stück vorweisen können.

Kandidatentalk am 15. September

Damit ist das Kandidatentableau für die Wahl einer neuen Oberbürgermeisterin oder eines neuen Oberbürgermeisters am 28. September komplett. Nun können sich keine Interessenten mehr melden. Gute Chancen auf einen Erfolg haben die jetzige Amtsleiterin Marion Beck aus Weil der Stadt, für die die Grünen und die Leonberger SALZ-Fraktion aktiv werben. Der Verwaltungsleiter Tobias Degode aus Düsseldorf wird von der CDU und den Freien Wählern unterstützt. Die Leonberger Erste Bürgermeisterin Josefa von Hohenzollern tritt als unabhängige Kandidatin an. Eher Außenseiterchancen haben der Sachverständige Willi Kerler aus Leonberg und die Bürokauffrau Marisa Betzler aus Stuttgart, die bisher auf der politischen Bühne keine Rolle gespielt haben.

Einen Talk mit den drei Favoriten veranstaltet unsere Zeitung am Montag, 15. September, 19 Uhr, in der Leonberger Stadthalle. Dabei geht es um eine inhaltliche Auseinandersetzung mit zentralen Themen wie der Gesundheitsfürsorge, der Stadtentwicklung und der Führungskultur im Rathaus.