Für Menschen, die kein Dach über dem Kopf haben, will die Ostfilderner Stadtverwaltung zwei weitere Gebäude bauen. (Symbolbild) Foto: dpa

Der Ostfilderner Gemeinderat stimmt dem rund 1,2 Millionen teuren Neubau von zwei Unterkünften für Obdachlose im Stadtteil Kemnat zu. Im Sommer 2019 sollen sie bezugsfertig sein.

Ostfildern - Die Stadt Ostfildern nutzt eine Baulücke im Stadtteil Kemnat, um dort zwei Gebäude für die Unterbringung von Obdachlosen neu zu bauen. Das Projekt an der Neidlinger Straße kostet rund 1,2 Millionen Euro und soll bis zu 21 Menschen eine Bleibe geben. Das bisher dort stehende Haus wird abgerissen. Der Gemeinderat hat dem Vorhaben der Verwaltung jüngst einmütig zugestimmt.

Wohnraum für 21 Pesonen

Sozialer Wohnungsbau steht im Fokus aller Städte und Gemeinden. In Ostfildern-Kemnat sollen nun zwei weitere Gebäude für Menschen entstehen, die kein Dach über dem Kopf haben. Auf dem Gelände in der Neidlinger Straße 1 sind zwei mit einem offenen Treppenhaus verbundene, unterschiedlich große Häuser geplant, in denen 15, beziehungsweise sechs Personen wohnen können. Das Ensemble wird in die bereits bestehende Bebauung eingepasst. In jeweils drei Geschossen werden Zimmer zwischen elf und 24 Quadratmetern Fläche eingerichtet. Außerdem verfügen die Wohneinheiten über eine Küchenzeile mit Sitzplätzen sowie über ein Bad mit Dusche und einem Waschmaschinenanschluss. Die Häuser werden nicht unterkellert, die Technikeinrichtungen finden im Erdgeschoss eines der Gebäude Platz. Geheizt wird mit einer Gas-Brennwert-Therme und einer Solaranlage, welche sowohl die Warmwasserbereitung als auch die Heizung unterstützt. Das Ostfilderner Architekturbüro Jörg Maier hat die beiden zweckmäßigen Gebäude auf der Grundlage einer Machbarkeitsstudie entworfen.

Die Außenanlagen sind den Stadträten ebenfalls schon vorgestellt worden. So werden die Zugänge und Hofflächen mit Betonpflastersteinen gestaltet. Dass nur ein Parkplatz vorgesehen ist, war im Gremium zuvor auf Kritik gestoßen. Doch teilt die Verwaltung mit, dass für eine Nutzung als Obdachlosenunterkunft lediglich ein Stellplatz notwendig ist.

Finanzierung in trockenen Tüchern

Im kommenden Sommer will die Verwaltung mit dem Bau beginnen, wenn im Januar die Baugenehmigung erteilt wird. Noch im Frühjahr soll das bestehende Gebäude abgerissen werden. Im Sommer 2019 soll der Komplex laut einer Verwaltungsauskunft bezugsfertig sein. Auch die Finanzierung ist in trockenen Tüchern. Schon im aktuellen Haushalt waren 90 000 Euro für die Planungen eingestellt. In den beiden kommenden Etats sind weitere Zahlungsraten für das Projekt vorgesehen.

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