Das Geburtstagskind feiert mit viel Musik. Foto: Patricia Sigerist

Zum 50. Geburtstag von OB Gabriele Zull kommen rund 90 Gäste in die Jazzfabrik und feiern mit viel Musik. Auch Landtagsabgeordnete, Bürgermeister und Gemeinderäte gratulieren.

Fellbach - Über eine mangelnde Gästeschar an ihrem 50. Geburtstag konnte sich Fellbachs Rathauschefin Gabriele Zull nicht beschweren. Gut 200 Besucher kamen jüngst am Schmotzigen Donnerstag, um den heroischen Kampf der als Nonne verkleideten Oberbürgermeisterin gegen die anstürmenden Narren vom Fellbacher Carneval-Club zu erleben – und konnten der seit November amtierenden Frau im Chefsessel nicht nur zur durchaus gelungenen Kostümierung, sondern auch gleich zum Wiegenfest gratulieren.

Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung

Doch mit einer zum Dienstprogramm zählenden Faschingsfeier ist es unterm Kappelberg nicht getan. Zu allen runden Geburtstagen beschert die Stadt ihren Dezernenten auch einen offiziellen Geburtstagsempfang. Und deshalb versammelten sich am Montag abend gut 90 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung um auf „50 Jahre Gabriele Zull“ anzustoßen. Den noblen Rahmen des Empfangs bildete die Jazzfabrik des Logistik-Unternehmers Dietmar Penkwitt. Der auch als passionierter Pianist bekannte Chef der Spedition Schmalz + Schön hatte seine Konzert-Location in der Fellbacher Ringstraße zur Verfügung gestellt – und das übrigens nicht zum ersten Mal. Schon der Erste Bürgermeister Günter Geyer hatte in der Jazzfabrik seinen 50. gefeiert, Gabriele Zull nutzte die Räumlichkeiten bereits im Spätherbst, um sich nach der erfolgreichen OB-Wahl beim Helferteam zu bedanken.

Viele Glückwünsche für das Fellbacher Stadtoberhaupt

Für einen kurzweiligen Abend passte die für ein Industriegebiet eher ungewöhnliche Location jedenfalls bestens. Und die Gästeschar war illuster: Landrat Richard Sigel gab sich die Ehre, auch die Landtagsabgeordneten Ulrich Goll (FDP), Willi Halder (Grüne) und Siegfried Lorek (CDU) ließen sich den Besuch nicht nehmen. Und die Oberbürgermeisterkollegen aus dem Rems-Murr-Kreis – vom Waiblinger Andreas Hesky bis zum Backnanger Frank Nopper – kamen persönlich, um der Fell-bacher Rathauschefin zu gratulieren. Hartmut Holzwarth, Stadtoberhaupt in Winnenden, lobte als Sprecher gleich die „exzellente Vorbereitung“, mit der ihm Gabriele Zull bisher aufgefallen sei. Er wünschte zum runden Geburtstag „eine gesunde Balance zwischen Beruf und Familie“ – und prägte in seinem Grußwort ansonsten den Satz: „Lieber einen Tower in der Stadt als einen Trump im Land.“

Gründlich vorbereitet war allerdings auch die Grüne- Fraktionschefin Agata Ilmurzynska. Sie sprach für die Kollegen des Fellbacher Gemeinderats und bestätigte, dass der „frische Wind“ durch die neue Oberbürgermeisterin in der Kommunalpolitik bereits zu spüren sei. Mit Augenzwinkern plauderte sie außerdem aus, dass Gabriele Zull ihre Akten vorzugsweise in einem Einkaufskorb transportiert und eine Vorliebe für Früchtetee hat. „Wie schön, dass eine Frau hier auch als Frau erfolgreich sein kann“, freute sie sich – und betonte, dass von mehr als 1000 Kommunen im Land nach wie vor nur sieben unter weiblicher Regie stehen.

Auf traten unter anderem die Trollinger – und hatten ein besonderes Lied im Gepäck. Chorleiter Alfons Scheirle ließ „Ich schenk Dir einen Pit-Bull-zum Geburtstag“ anstimmen – bei so viel Frauenpower im Rathaus eigentlich ein unnötiger Wunsch.

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