In Crailsheim, Bretten und Leinfelden-Echterdingen waren am Sonntag Oberbürgermeisterwahlen. (Symbolfoto) Foto: dpa

Bei den Oberbürgermeisterwahlen in Crailsheim, Bretten und Leinfelden-Echterdingen gab es einen Überraschungssieger, eine Neuwahl Anfang Dezember und einen klaren Sieg eines Amtsinhabers.

Crailsheim/Bretten/Leinfelden-Echterdingen - Christoph Grimmer wird neuer Oberbürgermeister in Crailsheim. Bei der Wahl in der 34 000 Einwohner zählenden Großen Kreis im Landkreis Schwäbisch Hall setzte sich der 32 Jahre alte Berater der FDP-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft im Feld der zwölf Bewerber überraschend bereits im ersten Wahlgang mit 56,9 Prozent (5969 Stimmen) durch. Der gebürtige Crailsheimer wird damit Nachfolger von Rathauschef Rudolf Michl (SPD), der nach nur einer Amtsperiode aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidierte.

Das zweitbeste Ergebnis erreichte der CDU-Kandidat Ulrich Seel, bisheriger Leiter des Berliner Büros des Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordneten Egon Jüttner, mit 12,1 Prozent (1273 Stimmen). Der Crailsheimer AWV-Stadtrat Sebastian Klunker (43) kam auf 11,5 Prozent (1210 Stimmen). Die Wahlbeteiligung lag bei 39,14 Prozent.

Bretten wählt am 3. Dezember neu

Martin Wolff muss um sein Amt als Oberbürgermeister von Bretten zittern. Bei der Wahl am Sonntag erhielt der 60 Jahre alte parteilose Rathauschef zwar mit 36,7 Prozent die meisten Stimmen, verfehlte damit aber die notwendige absolute Mehrheit deutlich. Damit kommt es am 3. Dezember zu einer Neuwahl in der 29 500 Einwohner großen Melanchthonstadt.

Aaron Treut, der Ortsvorsteher im Brettener Stadtteil Ruit, kam nach dem vorläufigen Ergebnis auf 32,6 Prozent, auf den Unternehmer Andreas Leiling entfielen 27,2 Prozent der Stimmen. Nur zum vierten Platz reichte dem Landschaftsgärtner Heinz-Peter Schwertges (Die Linke) mit 3,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,7 Prozent, 11 224 gültige Stimmen wurden abgegeben.

In Leinfelden-Echterdingen bleibt der Schultes im Amt

Roland Klenk bleibt Oberbürgermeister in Leinfelden-Echterdingen. Der 65 Jahre alte CDU-Rathauschef in der 40 000 Einwohner zählenden Kreisstadt im Landkreis Esslingen gewann die Wahl am Sonntag klar mit 8494 Stimmen (88,24 Prozent). Er tritt damit am 15. Januar 2018 seine dritte Amtszeit in der Flughafen- und Messestadt an. Klenks einzige Gegenkandidatin, die Stadträtin Claudia Moosmann, holte 1090 Stimmen (11,32 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 35,37 Prozent, 9745 Wahlberechtigte stimmten ab.

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