Der 40-jährige Marco Steffens tritt im Dezember das Amt des Oberbürgermeisters an. Foto: privat

Der CDU-Bewerber Marco Steffens hat die Oberbürgermeisterwahl in Offenburg im ersten Wahlgang für sich entschieden. Das hat viele überrascht.

Offenburg - Wider Erwarten hat es bei der Oberbürgermeisterwahl in Offenburg (Ortenaukreis) am Sonntag schon im ersten Wahlgang eine Entscheidung gegeben: Der 40-jährige CDU-Kandidat Marco Steffens hat das Rennen gemacht. Mit 52 Prozent der abgegebenen Stimmen setzte er sich klar gegen den parteilosen Bewerber Harald Rau durch, der letztlich bei 32,9 Prozent landete. Die beiden waren als Favoriten ins Rennen gegangen. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 48 Prozent. Angesichts des Kandidatenfelds hatten Beobachter nicht damit gerechnet, dass es bereits im ersten Wahlgang eine Entscheidung geben würde.

Besonderes Augenmerk hatte der Oberbürgermeisterwahl in Offenburg gegolten, weil mit Ralf Özkara der Landessprecher der AfD seinen Hut in den Ring geworfen hatte. Er blieb mit 5,4 Prozent aber weit abgeschlagen hinter den beiden Favoriten, auch der parteilose Kandidat Tobias Isenmann lag mit knapp acht Prozent noch vor ihm. Die beiden anderen Bewerber um die Nachfolge von Edith Schreiner (CDU), die nicht mehr angetreten war, Frauke Brudy und Bernhard Halter, blieben unter zwei beziehungsweise einem Prozent. Das Kalkül der AfD, die versucht hatte, aus dem Mord an einem Arzt in Offenburg politischen Profit zu ziehen, ging nicht auf. Mitte August hatte ein psychisch gestörter Asylbewerber aus Somalia den in der Flüchtlingshilfe engagierten Arzt erstochen.

Marco Steffens, der am Sonntag offenbar selbst überrascht war von seiner Wahl, tritt sein Amt am 3. Dezember an.

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