Wer wird Nachfolger von Matthias Klopfer? Drei Männer haben bisher ihre Kandidatur erklärt. Foto: Gottfried Stoppel/Gottfried Stoppel

Das Kandidatenkarussell für die Nachfolge des Schorndorfer Oberbürgermeisters Matthias Klopfer nimmt langsam Fahrt auf. Die CDU hat ihren Kandidaten präsentiert – in Stuttgart ist er kein Unbekannter.

Schorndorf - Die örtliche CDU hatte es noch einmal spannend gemacht und die bereits angekündigte Präsentation „ihres“ Kandidaten „aus formalen Gründen“ kurzfristig verschoben. Am Donnerstag nun hat sich Markus Reiners der Presse als potenzieller neuer Oberbürgermeister der Stadt Schorndorf vorgestellt. Die Wahl am 7. November wird nötig, weil der Amtsinhaber Matthias Klopfer (SPD) im November in gleicher Funktion nach Esslingen wechselt.

 

Die Stadt Schorndorf zieht ihn „magisch an“

Der promovierte Politik- und Verwaltungswissenschaftler nennt sich selbst einen „überparteilichen Kandidaten der bürgerlichen Mitte“, er hat allerdings ein Parteibuch der Christdemokraten und ist deren stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Stuttgarter Gemeinderat. Die Stadt Schorndorf ziehe ihn „magisch an“, sagt der 57-Jährige, der seine beruflichen Ursprünge mit „gelernter Kriminalbeamter“ beschreibt und zurzeit im Innenministerium im Bereich Digitalisierung tätig ist. Im Frühjahr hatte er sich bei seiner Partei noch um ein Mandat zur Bundestagskandidatur beworben, war aber knapp gescheitert

Als Verwaltungsfachmann und Kommunalpolitiker bringe er die nötige Lebens- und Berufserfahrung für den Job des Rathauschefs mit, sagt er jetzt, beschreibt sich als „Generalist und Teamplayer“ und „den Menschen zugewandt“. Dem Gemeinderat, von dem er die „ein oder andere Schwierigkeit“ mitbekommen hat, werde er bei der Versöhnung helfen. Inhaltlich gebe es „kein Thema, das ich ausklammern würde“.

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Reiners, der auch die Unterstützung von FDP und Freien Wählern für sich reklamiert, ist der erste Kandidat, der von einer örtlichen Partei auf das Schild gehoben wird, aber der dritte männliche. Man habe auch bewusst bei potenziellen weiblichen Kandidaten angefragt, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Hermann Beutel, aber keine Zusage erhalten.

Auch ein örtlicher Ex-Grüner bewirbt sich

Als Erster hatte vor einer Woche Bernd Hornikel seinen Hut in den Ring geworfen. Der 52-jährige gebürtige Sindelfinger ist Jurist und in der Bau- und Liegenschaftsverwaltung des Landes tätig. Am Dienstag hat dann Andreas Schneider nachgezogen. Der 46-jährige Politikwissenschaftler war bis Januar Fraktionsmitglied der Grünen im örtlichen Gemeinderat, ist nach Querelen aus seiner Partei ausgetreten und seither als Alleinstadtrat im Ortsparlament tätig. Schneider setzt insbesondere auf seine Ortskenntnis: „Ich kenne Schorndorfs Themen genau und habe den Mut, sie umzusetzen“, betont er in einer Pressemitteilung. Die Stadt sei seine Heimat, keine Karrierestation. Vor einem Jahr hatte sich Schneider allerdings bereits als Rathauschef in Lorch beworben, war letztlich mit 11,8 Prozent der Stimmen aber chancenlos geblieben.

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Die drei Männer werden vermutlich nicht die einzigen Kandidaten bleiben. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 12. Oktober.