Hat es fast auf Anhieb ins Ellwanger Rathaus geschafft: Michael Dambacher. Foto: privat

Wer Ellwangen künftig führt, bleibt offen. Aber der CDU-Bewerber Michael Dambacher fehlen nur wenige Stimmen, um auf Anhieb den OB-Posten zu erobern. Was machen seine zwei Mitbewerber nun?

Ellwangen - Schon früh hatte sich abgezeichnet, dass es seine faustdicke Überraschung geben könnte bei der OB-Wahl in Ellwangen. Und bis der letzte Wahlbezirk ausgezählt war, kratzte Michael Dambacher (CDU) an der 50-Prozent-Marke. Am Ende fehlten dem Bürgermeister von Bühlertann (Kreis Schwäbisch Hall) nur ein paar Dutzend Stimmen, um schon im ersten Wahlgang zum Nachfolger von OB Karl Hilsenbek (parteilos) in der gut 24 000 Einwohner zählenden Stadt im Ostalbkreis zu werden: Dambacher bekam 49,4 Prozent der gültigen Stimmen.

Der 39-Jährige, der jüngste unter den drei Bewerbern, war von der Ellwanger CDU und den Freien Bürgern unterstützt worden. Wenn am 16. Juni ein zweites Mal gewählt wird, geht Dambacher als klarer Favorit an den Start. Hilsenbek war nach 16 Jahren im Amt nicht mehr angetreten.

Drei echte Bewerber

Auf Platz zwei landete am Sonntag Matthias Renschler (50) mit 28,2 Prozent. Der Jurist hatte sich trotz seines FDP-Parteibuchs in Ellwangen die Unterstützung der Grünen und der SPD gesichert. Auf die 47-jährige Bürgermeisterin der Nachbargemeinde Neuler Sabine Heidrich (parteilos) entfielen 22,3 der gültigen Voten. Die Wahlbeteiligung unter den 19 330 Wahlberechtigten betrug 62,3 Prozent.

Die Ellwanger hatten aber auch eine echte Auswahl an gleich mehreren fachlich versierten Bewerbern, anders als in anderen Kommunen im Land zuletzt. Alle drei verbindet, dass ihnen der Wirkungsort ihrer Wünsche vertraut ist. Heidrich war bis zu ihrer Wahl in Neuler als Kämmerin zuständig für die Ellwanger Finanzen. Dambacher und Renschler sind beide in der Stadt aufgewachsen.

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