Lucas Guimaraes de Macedo möchte als Oberbürgermeister Böblingen frische Impulse geben. Foto: privat

Lucas Guimaraes de Macedo gibt seine Kandidatur bei der Oberbürgermeisterwahl in Böblingen bekannt. Wo setzt der gebürtige Brasilianer mit Volt-Parteibuch seine Schwerpunkte?

„Mit Böblingen kriege ma des na“- mit diesem Motto startet Lucas Guimaraes de Macedo in das Rennen um das Amt des Böblinger Oberbürgermeisters. Der gebürtige Brasilianer mit deutschem Pass und Mitglied der Partei Volt ist somit der Fünfte im Bunde. Zuvor hatten bereits der Amtsinhaber Stefan Belz (Grüne), Fridi Müller (parteilos), Stefan Thien (Werteunion) und Aleksandar Blazevski (parteilos) ihre Kandidatur bekannt gegeben. Die Böblinger OB-Wahl ist für den 25. Januar angesetzt.

 

Kampf gegen die vielen Staus

Der IT-Consultant und Entwickler Lucas Guimaraes de Macedo arbeitet als Assistent der Geschäftsleitung in einem Böblinger Unternehmen. Im Fall seiner Wahl verspricht der 30-Jährige unter anderem, die leidige Stau-Problematik in der Stadt anzugehen – „mit intelligenter Ampelschaltung, Kreisverkehren und angepassten Tempolimits lässt sich viel verbessern“, sagt er.

Einen weiteren Schwerpunkt sieht er in der Stärkung des Ehrenamts: „Wir müssen Bürgerinnen und Bürgern mehr Möglichkeiten geben, sich zu beteiligen – etwa durch flexible Ehrenamtsmodelle, die es erlauben, öffentliche Einrichtungen wie Bibliotheken länger und auch am Wochenende geöffnet zu halten.“

Weiter liege ihm die politische Bildung für alle Generationen am Herzen. Außerdem will er Impulse für den Einzelhandel geben, „man könnte ÖPNV-Tickets mit der BB-Card verbinden, um Rabatte anzubieten und so den lokalen Handel zu fördern“, lautet ein Vorschlag.

Vielfalt sichtbarer machen

Schließlich möchte sich Guimaraes de Macedo für mehr Sichtbarkeit von Vielfalt einsetzen: „Ich will, dass sich alle Böblingerinnen und Böblinger mit ihrer Stadt identifizieren können. Das ist nur möglich, wenn wirklich alle die Chance haben, sich einzubringen. Bei einem Migrationsanteil von rund 60 Prozent spiegelt sich diese Vielfalt bisher kaum in der politischen Vertretung wider – das möchte ich ändern.“