Nicht alle sind davon überzeugt, dass die O-Bus-Technik die beste ist. Foto: /Horst Rudel

Die Stadt hat ihre Möglichkeiten, die Luft zu verbessern, weitgehend ausgereizt. Ob das reicht, um drohende Fahrverbote abzuwenden?

Esslingen - Insgesamt 43 Tagesordnungspunkte hat die letzte Sitzung des Esslinger Gemeinderats in diesem Jahr umfasst. Auch wenn es am Montag dabei unter anderem nur um eine kleine Erweiterung des O-Bus-Netzes in der Pliensauvorstadt ging, hat sich Esslingens Oberbürgermeister Jürgen Zieger ganz bewusst dafür entschieden, den geplanten Ausbau der Elektromobilität gleich zu Beginn der Sitzung behandeln zu lassen.

Ein Signal an das Regierungspräsidium

Dafür gibt es zwei gute Gründe: Zum einen geht es ihm und dem für den ÖPNV in Esslingen zuständigen Finanzbürgermeister Ingo Rust darum, ein klares Signal ans Stuttgarter Regierungspräsidium zu senden. Zieger, ein vehementer Kämpfer gegen drohende Fahrverbote, will der Aufsichtsbehörde, die solch einschneidende Maßnahmen in Heilbronn und jetzt auch in Ludwigsburg schon vorbereitet hat, deutlich machen, dass die Stadt Esslingen – von der Einführung des Stadttickets bis zur hundertprozentigen E-Mobilität im ÖPNV – alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel einsetzt, um die Luft im Stadtgebiet zu verbessern.

Ein Signal auch an die eigene Bürgerschaft

Diese Maßnahme ist aber auch ein Signal an die eigene Bürgerschaft. Denn die Möglichkeiten der Verwaltung, die Luft zu verbessern, sind bereits weitgehend ausgereizt. Sollen Esslingen drastische Beschränkungen erspart bleiben, müssen auch die Bürger viel stärker als bisher ihren Beitrag zur Reduzierung von Feinstaub und Stickstoffdioxid leisten.

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