Die Friedensbewegung in Nürtingen zeigt Flagge. Foto: Pascal Thiel

Die Friedenstage werfen vom 22. Oktober an Schlaglichter auf die zahlreichen globalen Konfliktherde.

Nürtingen - Seit 30 Jahren gibt es die ehrenamtliche Asylarbeit in Nürtingen. Aus diesem Anlass lädt das Flüchtlingsnetzwerk NFANT für Samstag, 30. Oktober, von 16 bis 22 Uhr zu einem interkulturellen Festprogramm mit Buffet und Tanz ein. Der Nachmittag in der Mörikehalle, der gleichzeitig den Auftakt zu den Eine-Welt-Tagen und Friedenswochen bildet, beginnt aber bereits um 14.15 Uhr mit einem Vortrag von Andreas Zumach. Unter die Lupe nimmt der Journalist die deutsche und die europäische Flüchtlingspolitik.

Ausstellung über iranische Menschenrechtlerinnen

Um fairen Handel, Trekking und Schamanismus geht es in einer Multivisionsshow am 28. Oktober im Martin-Luther-Hof. Dabei werden Besucher von 19 Uhr an auf eine Reise durch die Andenwelt von Peru, Bolivien und Chile mitgenommen. „Irans Herz schlägt“ ist der Titel einer Ausstellung, die vom 30. Oktober an im Katholischen Gemeindehaus in der Vendelaustraße gezeigt wird. Sie schildert Geschichten von iranischen Frauen, die in ihrem Land für Menschenrechte einstehen und dabei vom Regime verfolgt werden.

Die Friedenswochen fragen auch, wie Flüchtlinge an unserer Gesellschaft teilhaben können. Antworten auf diese Frage soll es am 7. November von 19.30 Uhr an in der Alten Seegrasspinnerei bei „Der Gmünder Weg“ geben. Daniela Dinser, die Flüchtlingsbeauftragte von Schwäbisch Gmünd, wird dabei über den Umgang mit Flüchtlingen in ihrer Stadt berichten.

Wie Roma alltäglich unter Rassismus leiden

Sind Serbien, Mazedonien und die Slowakei sichere Herkunftsländer für Roma? Mit dieser Frage beschäftigen sich Michaela Saliari und Manuel Werner am 9. November von 19.30 Uhr an im Martin-Luther-Hof. Sie zeigen auf, dass in diesen Ländern vielerorts ein Teufelskreis aus Rassismus und Armut trauriger Alltag ist.

Im Rahmen der ökumenischen Friedensdekade gibt es am 13. November um 18 Uhr in der Lutherkirche einen Gottesdienst „Kriegsspuren“. Dabei werden auch deutsche Militäreinsätze und Waffenlieferungen kritisch hinterfragt. Wohin sich die Europäische Union entwickelt, ist das Thema eines Abends am 18. November von 19 Uhr an in der Stadthalle. „Rock’n’Roll will never die“ – unter diesem Slogan geben die Rocking Daddies am 19. November von 21 Uhr an in der Alten Seegrasspinnerei ein Benefizkonzert zugunsten von Amnesty International. Die Risiken der friedlichen Nutzung der Kernenergie sind das Thema am 24. November in der alten Psychiatrie.

Die Friedensbewegung nimmt Abschied von Rose Steinbuch

Broschüre
Das Programm der Nürtinger Friedenstage ist in einem Faltblatt zusammengefasst. Die Broschüre liegt in öffentlichen Einrichtungen wie etwa der Stadtbücherei aus.

Engagement
Die Friedenstage sind jahrzehntelang mit dem Namen Rose Steinbuch verbunden gewesen. Die „Mutter der Nürtinger Friedensbewegung“ bündelte unermüdlich die Arbeit von verschiedenen Gruppierungen, organisierte und motivierte. Im vergangenen Juni starb Rose Steinbuch im Alter von 96 Jahren.

Würdigung
Für die verstorbene Kämpferin für den Frieden gibt es am 12. November von 16 Uhr an in der Kreuzkirche eine Gedenkfeier. Der Arbeitskreis Frieden in der einen Welt will damit an Rose Steinbuch erinnern und ihr Vermächtnis lebendig halten.

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