In Nürtingen (Kreis Esslingen) entsteht voraussichtlich ab 2026 ein neues Rettungs- und Katastrophenschutzzentrum. Warum die Malteser glauben, dass dies nötig ist.
Feierlaune in Nürtingen: „Ein wichtiger Schritt für die regionale Sicherheit ist getan“, verkünden die Malteser. Der Grund für die Freude: Die Hilfsorganisation hat den Bauantrag für ihr neues Rettungs- und Katastrophenschutzzentrum in der Weberstraße direkt neben der Fastfood-Filiale von McDonald’s eingereicht. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 6 Millionen Euro.
Trotz wesentlicher Fördermittel besteht jedoch noch eine Finanzierungslücke, räumen die Malteser ein. Das Land Baden-Württemberg fördere den Bau mit 2,8 Millionen Euro. Sollte er genehmigt werden, soll im Herbst 2026 mit den Arbeiten begonnen werden. Im Frühjahr 2028 soll das Gebäude stehen.
Malteser setzen auf Spenden für neues Katastrophenschutzzentrum
Seit 1965 engagieren sich die Malteser im Landkreis Esslingen im Rettungsdienst, Katastrophenschutz und in zahlreichen sozialen Aufgaben. Das geplante Zentrum umfasst der Organisation zufolge eine moderne Rettungswache für schnelle und effiziente Notfallversorgung, ein Katastrophenschutzzentrum als zentrale Einsatzbasis und ein Ausbildungszentrum, in dem Helferinnen und Helfer qualifiziert und auf Einsätze vorbereitet werden. Das Katastrophenschutzzentrum müsse vollständig aus Eigenmitteln finanziert werden. Diese wiederum stammten überwiegend aus Spenden.
Begründet wird der Bau mit den wachsenden Herausforderungen, vor denen die Region stehe. Die Malteser zählen dazu unter anderem zunehmende Extremwetterereignisse, Bedrohungen wie Stromausfall oder Angriffe auf kritische Infrastrukturen und stark ausgelastete Rettungsdienststrukturen. Mit dem neuen Zentrum werde die Einsatzfähigkeit deutlich verbessert.
„Mit dem neuen Rettungs- und Katastrophenschutzzentrum schaffen wir eine moderne Infrastruktur, die den Menschen in Nürtingen und im Landkreis Esslingen zugutekommt. Angesichts der aktuellen Krisenlage – von Naturkatastrophen bis hin zu steigenden Anforderungen im Bevölkerungsschutz – ist dieses Projekt ein wichtiger Schritt, um die Versorgung und Sicherheit nachhaltig zu gewährleisten“, erklärt Marc Lippe, Bezirksgeschäftsführer der Malteser.