Anfang November hat der Lehrbetrieb in dem neuen Gebäude begonnen. Foto: Horst Rudel

Das neue Hörsaalgebäude in der Sigmaringer Straße in Nürtingen ist offiziell eingeweiht. Es soll ein Teil eines Innenstadt-Campus werden.

Nürtingen - Rund 6200 Quadratmeter Hörsäle und Seminarräume, einen PC-Pool, studentische Arbeitsräume sowie Büros für die Fakultät Betriebswirtschaft und internationale Finanzen beherbergt das neue Hörsaalgebäude der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) in der Sigmaringer Straße. Bereits Anfang November hat dort der Lehrbetrieb begonnen, am Mittwoch ist das neue Gebäude am Standort Nürtingen offiziell eingeweiht worden.

Neues Informationszentrum soll bald fertig sein

Der Neubau ersetzt das bisherige schräg gegenüber in der Sigmaringer Straße gelegene Seminargebäude, das den Anforderungen an einen modernen Hochschulbetrieb nicht mehr entsprochen hat. Der Neubau sei ein wichtiger Schritt für die Entwicklung der Bildungseinrichtung, betonte der Rektor der Hochschule, Andreas Frey. „Damit sind wir auf die kommenden Anforderungen einer zeitgemäßen Lehre vorbereitet“, so der Rektor bei dem Festakt.

Zudem komme die HfWU damit ihrem Ziel näher, in Nürtingen einen Innenstadt-Campus zu schaffen. Dieses Vorhaben werde am Stammsitz zwischen der Neckarsteige und der Heiligkreuzstraße konsequent vorangetrieben. Eine Bibliothek und das Rechenzentrum werden im derzeit im Bau befindlichen Neubau für das Informationszentrum untergebracht. Die ehemalige denkmalgeschützte Turnhalle wird als Cafeteria für die Studenten sowie für studentische Arbeitsplätze umgebaut.

Bau einer Sporthalle ist noch ungewiss

Das Hörsaalgebäude in der Sigmaringer Straße wurde von der Hauber Gruppe errichtet und langfristig an das Land vermietet. Im Jahr 2014 hatte der Landesbetrieb Vermögen und Bau den Ersatzneubau für die Fakultät Betriebswirtschaft und Internationale Finanzen auf Basis eines langfristigen Mietvertrages ausgeschrieben.

Die Hauber Gruppe plant in der Sigmaringer Straße zudem den Bau einer Sporthalle und will die Stadt für die Dauer von 30 Jahren als Generalmieter gewinnen. Der Gemeinderat zögert allerdings. Kritische Stimmen in dem Gremium befürchten, dass die Kosten für die Stadt zu hoch sind. Die Fraktion der Liberalen etwa hat vorgerechnet, dass die Stadt beim Bau einer eigenen Halle um vier Millionen Euro günstiger fahren würde. Geprüft werden soll nun ein Alternativstandort beim Hallenbad. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung soll einen Kostenvergleich ermöglichen.

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