Das baden-württembergische Landesamt für Verfassungsschutz fürchtet um das Leben seines V-Mann-Führers mit dem Tarnnamen "Rainer Öttinger", der im Zusammenhang mit der Aufklärung der NSU-Mordserie eine wichtige Rolle spielt.  

Stuttgart - Das baden-württembergische Landesamt für Verfassungsschutz fürchtet um das Leben seines V-Mann-Führers mit dem Tarnnamen "Rainer Öttinger", der im Zusammenhang mit der Aufklärung der NSU-Mordserie eine wichtige Rolle spielt. Deshalb wird derzeit überlegt, ob der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags am kommenden Montag (24. Juni) den V-Mann in öffentlicher oder geheimer Sitzung befragen soll.

Den Stuttgarter Nachrichten liegt dazu ein Schreiben der grün-roten Landesregierung an den NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages vor. Demnach befürchtet der baden-württembergische Verfassungsschutz, dass vor allem Alexander Gronbach, der Lebensgefährte der früheren LfV-Informantin mit dem Decknamen "Krokus", dem Verfassungsschutzmitarbeiter „Öttinger“ nach dem Leben trachtet.

Gronbach versuchte 2004 ehemalige Soldaten der Bundeswehr für einen Einsatz als Söldner in Ghana zu gewinnen. In sozialen Netzwerken gibt er vor, britische Loyalisten und deutsche Faschisten eliminieren zu wollen. Sicherheitsbehörden schreiben dem Mann zudem Kontakte in die Rockerszene zu.

Das seit etwa 2010 liierte Pärchen Gronbach/Krokus hatte in den vergangenen Monaten in zahlreichen E-Mails an Politiker, Behörden und Journalisten seine Sicht der sogenannten NSU-Mordserie dargestellt. Viele Abgeordnete und Behördenmitarbeiter zweifeln an der Glaubwürdigkeit des Duos.

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