Im NSU-Prozess werden derzeit viele Themen behandelt. Foto: dpa

Zwei Beamte des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg haben am Dienstag beim NSU-Prozess in München ausgesagt. Dabei ging es um die Zeugenaussage eines vermeintlichen Waffenlieferanten.

München - Ein mutmaßlicher Anführer der Chemnitzer Neonazi-Szene hat in einer Polizeivernehmung bestritten, dem NSU-Trio eine Waffe besorgt zu haben. Das sagten zwei Beamte des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg am Dienstag als Zeugen im Münchner NSU-Prozess.

Einer der beiden berichtete, er habe den Mann wenige Wochen nach dem Auffliegen des NSU vor den Toren des Porsche-Werks in Stuttgart-Zuffenhausen abgepasst. Dorthin sollte er als Kraftfahrer Teile liefern. Bei der Vernehmung habe er zur Sache darüber hinaus weiter nichts gesagt, sondern nur einige persönliche Dinge offengelegt, etwa, dass er einige Monate vorher von Chemnitz nach Baden-Württemberg gezogen sei. Der Mann hatte als Zeuge im NSU-Prozess die Aussage verweigert. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen ihn. Der NSU soll zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen ermordet haben.

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