Fortsetzung im Prozess um die Morde und Terroranschläge des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU): ein mutmaßlicher Waffenbeschaffer wird als Zeuge vernommen. Foto: dpa

Der einzige Zeuge kommt zu spät, dann fallen die Mikrofone aus. Zum Auftakt des 108. Verhandlungstags im NSU-Prozess lief nicht alles nach Plan. Mit erheblicher Verspätung startete die Sitzung am Montag am Münchner Oberlandesgericht.

Der einzige Zeuge kommt zu spät, dann fallen die Mikrofone aus. Zum Auftakt des 108. Verhandlungstags im NSU-Prozess lief nicht alles nach Plan. Mit erheblicher Verspätung startete die Sitzung am Montag am Münchner Oberlandesgericht.

München - Im Münchner NSU-Prozess ist es zu Verzögerungen gekommen. Zunächst verspätete sich der einzige für den Tag geladene Zeuge. Er soll über seine Rolle bei der Beschaffung der Tatwaffe vom Typ Ceska befragt werden. Anschließend fiel die Mikrofonanlage aus. Die Verhandlung sollte mit eineinhalb Stunden Verspätung um 11 Uhr beginnen.

Der Zeuge sollte zuvor schon zwei Mal im NSU-Prozess gehört werden, was beide Male scheiterte. Im Februar war er nicht zum Termin erschienen. Nach Auskunft einer Sprecherin des Münchner Oberlandesgerichts hatte er sich damals im Ausland aufgehalten und seine Ladung im Briefkasten nicht gesehen. Im März war er zum Termin erschienen, hatte aber nach einem heftigen Disput zwischen dem Vorsitzenden Richter und der Verteidigung eines Angeklagten eine Aussage ohne anwaltlichen Beistand abgelehnt. Dieser soll ihm jetzt gewährt werden.

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