Ein Mitglied des Ku-Klux-Klans bei einem Treffen im US-Bundesstaat Virginia. Foto: AP

Von 1992 bis mindestens 2007 existierte ein zweiter Ku-Klux-Klan in Baden-Württemberg. Sicherheitsbehörden im Südwesten geben im Abschlussbericht der „Ermittlungsgruppe Umfeld“ zum NSU vor, kaum Erkenntnisse dazu gehabt zu haben.

Stuttgart - Baden-Württembergische Sicherheitsbehörden geben im Abschlussbericht der „Ermittlungsgruppe Umfeld“ zum NSU vor, kaum Erkenntnisse zu einer zweiten Ku-Klux-Klan-Gruppe gehabt zu haben. Diese war zwischen 1992 bis mindestens 2007 im Raum Stuttgart–Heilbronn aktiv.

Dabei hatten Polizei und Verfassungsschutz spätestens seit 1999 Hinweise auf die rassistische Kapuzentruppe. Zumal von Juni 1998 bis zum Herbst 2000 mit Achim Schmid V-Mann des Inlandsgeheimdienstes Mitglied der „International Knights of Ku Klux Klan“ war.

Der Gruppe bescheinigt ein Sprecher der US-Bundespolizei FBI „rechtsterroristische Tendenzen“. Schmid gründete im Oktober 2000 seinen eigenen Klan in Schwäbisch Hall, die „European White Knights of Ku Klux Klan“. Im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet der frühere Neonazi von V-Leuten, Polizisten im Klan und seinem Ausstieg aus der Szene.

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