Der Grünen-Politiker Willi Halder soll die NSU-Enquete leiten. Foto: dpa

Der 55 Jahre alte Grünen-Politiker Willi Halder soll die neue Enquete-Kommission im Landtag leiten, die die Verbindungen des rechtsterroristischen NSU in den Südwesten untersuchen soll.

Der 55 Jahre alte Grünen-Politiker Willi Halder soll die neue Enquete-Kommission im Landtag leiten, die die Verbindungen des rechtsterroristischen NSU in den Südwesten untersuchen soll.

Stuttgart - Für Willi Halder ist es die größte Aufgabe, die er bislang im baden-württembergischen Landtag übernommen hat: Der 55 Jahre alte Grünen-Politiker soll die neue Enquete-Kommission im Landtag leiten, die die Verbindungen des rechtsterroristischen NSU in den Südwesten untersuchen und Konsequenzen für die Zukunft ziehen soll. „Wir sind es den Opfern schuldig, dass wir uns die Sache gründlich ansehen“, sagte er. Am Ende müsse klar sein, dass wirklich alles getan worden sei, um Licht in die NSU-Affäre zu bringen.

Zu den Grünen kam der selbstständige Buchhändler vor 22 Jahren über die Friedensbewegung und die Kommunalpolitik im Gemeinderat von Winnenden (Rems-Murr-Kreis). 1994 wurde er in den Kreistag gewählt. Ehrenamtlich engagiert er sich im Fachbeirat Rechtsextremismus des Rems-Murr-Kreises - einem Gebiet, in dem es früher große Probleme mit Skinheads und Rechtsradikalen gab. „Inzwischen haben wir das gut im Griff“, sagt Halder. „Pädagogik und Polizei“ hätten dabei geholfen.

Im Landtag sitzt Halder seit 2011. Dort ist er Grünen-Sprecher für Kirchenfragen, Bundeswehr und Konversion. Zudem vertritt er seine Fraktion im Innenausschuss und im Ständigen Ausschuss. Bislang hat der Grüne keine Erfahrung mit der Leitung großer Landtagsgremien. „Ich kenne es auf Kreisebene und aus der Kommunalpolitik.“

Privat verbringt Halder viel Zeit mit seiner Tochter und den beiden Enkelkindern. Zu seinen Hobbys zählt er Kunst und Kultur und das Schmökern in Büchern. Zudem zieht es ihn immer wieder nach Albanien. Dort hat Halder lange nebenberuflich als Reiseleiter gearbeitet.

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