NSU-Ausschuss in Stuttgart Drohbrief sorgt für Großeinsatz der Polizei

Von Sven Ullenbruch 

Die Polizei ist mit Dutzenden Beamten am Landtag im Einsatz. Foto: 7aktuell.de/Jens Pusch
Die Polizei ist mit Dutzenden Beamten am Landtag im Einsatz. Foto: 7aktuell.de/Jens Pusch

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei am Montag rund um den Stuttgarter Landtag die Sitzung des NSU-Untersuchungsausschusses abgesichert. Grund dafür ist ein Drohbrief und eine Patrone.

Stuttgart - Aufregung in der 19. Sitzung des NSU-Untersuchungsausschusses im Landtag: Nach Informationen unserer Zeitung erhielt der Vorsitzende des Gremiums, Wolfgang Dexler (SPD) im Vorfeld der heutigen Sitzung einen Drohbrief. Außerdem wurde in der Umgebung des ehemaligen Thüringer Neo-Nazis Sven Rosemann die Patrone einer Schusswaffe gefunden.

Rosemann ist für heute als Zeuge im NSU-Untersuchungsausschuss geladen. Er sollte Auskunft über mögliche Waffengeschäfte im Umfeld der rechtsradikalen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) geben. Dem Trio Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos werden Morde an neun Menschen mit Migrationshintergrund und 2007 an der Polizistin Michele Kiesewetter in Heilbronn zur Last gelegt.

Bereitschaftspolizisten schirmen Landtag ab

Rosemann, ein ehemaliger Kameradschaftsführer in Rudolstadt, wird nach Informationen unserer Zeitung jedoch nicht im Stuttgarter Landtag erscheinen. Bereitschaftspolizisten aus Stuttgart und Göppingen schirmen den Landtag ab. Besucher der Ausschusssitzung werden penibel durchsucht.

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