Ein Blick in die Kunsthalle Karlsruhe Foto: dpa

Die Kunsthalle Karlsruhe hat nachgeforscht und herausgefunden, dass 43 Bilder aus dem Bestand während der NS-Zeit in die Hände von Kunsthändler Hildebrand Gurlitt gelangten. Ansprüche hat man bislang noch nicht angemeldet.

Die Kunsthalle Karlsruhe hat nachgeforscht und herausgefunden, dass 43 Bilder aus dem Bestand während der NS-Zeit in die Hände von Kunsthändler Hildebrand Gurlitt gelangten. Ansprüche hat man bislang noch nicht angemeldet.

Karlsruhe - Auch aus der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe gingen Bilder an den NS-Kunsthändler Hildebrand Gurlitt. Wie Kunsthallen-Leiterin Pia Müller-Tamm am Donnerstag bei der Jahrespressekonferenz sagte, wurden von den Nazis 149 Werke des Museums als „entartete Kunst“ beschlagnahmt, vor allem Papierarbeiten. 43 Werke der Kunsthalle seien an Hildebrand Gurlitt gegangen. Ob diese Bilder ebenfalls beim sensationellen Münchner Kunstfund dabei sind, konnte Müller-Tamm nicht sagen. Deshalb kann das Museum auch noch keine Forderungen stellen. Aber, so die Museumschefin: „Wir verfolgen das Thema sehr aufmerksam.“

Andere Museen sind schon weiter: Nach eingehender Prüfung will Mannheim das Werk „Melancholisches Mädchen“ von Ernst Ludwig Kirchner aus dem Münchner Kunstfund zurückhaben. Die Stadt hat bei der Staatsanwaltschaft Augsburg einen sogenannten Herausgabeanspruch gestellt.

Das „Melancholische Mädchen“ ist Teil des Überraschungsfundes, der im November weltweit Schlagzeilen machte. Zollfahnder hatten in der Münchner Wohnung des Kunsthändlersohnes Cornelius Gurlitt rund 1400 Kunstwerke entdeckt, von denen viele bisher als verschollen galten - darunter bekannte Werke von Picasso, Nolde, Renoir, Macke, Beckmann oder Matisse, aber auch bislang unbekannte Arbeiten von Dix oder Chagall.

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