Der VfB wartet weiter auf den ersten Sieg im Jahr 2015. Foto: Bongarts

Wieder nichts: Der VfB Stuttgart hat am 21. Spieltag der Bundesliga gegen Hoffenheim erneut eine Niederlage einstecken müssen. Klicken Sie sich durch unsere Noten für die Roten.

Stuttgart - Bitterer geht’s kaum: Nach einem Gegentreffer in der Nachspielzeit verliert der VfB im baden-württembergischen Duell bei 1899 Hoffenheim einen sicher geglaubten Punkt und steckt weiter am Tabellenende fest. Die Roten warten nach der 1:2-Niederlage seit fünf Spielen auf einen Sieg. Die TSG hat dagegen den Negativtrend beendet und ihren ersten Dreier in der Rückrunde eingefahren.

Spielzusammenfassung:

Im Vergleich zum 0:2 gegen Bayern München am vergangenen Wochenende veränderte VfB-Coach Huub Stevens die Mannschaft auf zwei Positionen: Anstelle von Vedad Ibisevic und Daniel Schwaab rückten Martin Harnik und Timo Werner in die Startaufstellung.

Die erste Halbzeit begann wenig vielversprechend und blieb über weite Strecken übersichtlich. Aufgrund einer hohen Fehlpassquote auf beiden Seiten taten sich die Teams schwer, einen Angriff bis zum Torabschluss auszuspielen – vor allem weil beide Mannschaften weitestgehend defensiv kompakt standen und auf den Ballführenden früh Druck ausübten, um den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Der VfB und die TSG boten mehr Kampf als Spiel.

Und so war symbolischerweise eine Standardsituation der Ausgangspunkt für das erste Tor der Partie. Nach einer Freistoßhereingabe von der linken Seite kam Ermin Bicakcic im Strafraum zum Abschluss, welchen Gentner mit vollem Körpereinsatz zunächst abblockte. Allerdings prallte der Ball vor die Füße von Roberto Firmino. Der Brasilianer fackelte nicht und hämmerte die Kugel humorlos ins linke untere Eck (30.).

Die direkte Antwort der Roten blieb aus, doch wenig später war es dann tatsächlich soweit: Nach 448 torlosen Minuten durfte Stuttgart wieder einen Torerfolg feiern. Erneut war es ein Freistoß von der linken Seite, den dieses Mal Sven Schipplock zu Gotoku Sakai weiterleitete. So kam der Japaner halbrechts im Sechszehner zum Schuss, der von Bicakcic unhaltbar ins Tor abgefälscht wurde (39.). So ging es mit einem gerechten 1:1-Unentschieden in die Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte veränderte sich das Bild nicht. Beide Teams gingen weiterhin engagiert in die Zweikämpfe und ließen ihren Gegenspieler wenig Luft zum Atmen. Lange Ballbesitzphasen entstanden immer noch nicht – zu fehlerbehaftet blieb der Spielaufbau auf beiden Seiten.

Es dauerte bis zur 75. Minute bis die Gastgeber erstmals eine gute Möglichkeit aus dem Spiel heraus entwickelten. Firmino brachte eine flache Hereingabe von rechts auf Modeste. Dieser versuchte, den Ball ins kurze Eck zu spitzeln, doch Sven Ulreich war zur Stelle.

Als zum Ende hin alles auf ein 1:1-Unentschieden deutete, schlug Hoffenheim ausgerechnet in der Nachspielzeit nochmal zu. Nach einem Fehler im Spielaufbau fuhr die TSG noch einmal einen Gegenangriff über Kevin Volland. Der Offensivspieler fand auf halbrechts den mitgelaufenen Sebastian Rudy, der frei im Strafraum abzog und Ulreich tunnelte. Der VfB verbleibt damit im Tabellenkeller der Liga.

Stimmen zum Spiel:

Huub Stevens (VfB Stuttgart, Trainer): „Es ist unglaublich, was passiert ist. Die Jungs sind sehr enttäuscht. Es ist extrem bitter, dass es uns doch noch in der letzten Minute erwischt hat. Wir müssen jetzt versuchen die Partie abzuhaken und die Mannschaft mit wieder aufzubauen. Das wird nicht einfach.“

Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim): „Ich denke, dass wir als Team heute sehr gut agiert und verdient gewonnen haben. Wir waren in den entscheidenden Zweikämpfen präsent und haben bis zum Schluss an den Sieg geglaubt. Das hat sich am Ende bezahlt gemacht.“

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