Der VfB Stuttgart muss eine 1:3-Niederlage beim VfL Wolfsburg verkraften. Foto: Getty

Es sollte nicht sein: Der VfB Stuttgart hat gut begonnen, aber am Ende doch klar mit 1:3 gegen den VfL Wolfsburg verloren – unsere Noten für die Roten.

Wolfsburg - Rückschlag für den VfB Stuttgart: Trotz einer starken ersten Halbzeit haben die Roten beim VfL Wolfsburg am Ende das Nachsehen und verlieren 1:3. Damit behält der VfB Stuttgart die Rote Laterne.

Spielzusammenfassung

VfB-Coach Huub Stevens hat sich entschieden, in der Startaufstellung im Vergleich zum jüngsten 3:1-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt nur einen Wechsel vorzunehmen. Anstelle von Timo Werner läuft dieses Mal Filip Kostic von Beginn auf. Vor 30.000 Zuschauern sind die Hausherren in der Volkswagen-Arena in der ersten Halbzeit wie erwartet das tonangebende, jedoch zuweilen auch unkonzentriertere Team. Dies äußert sich vor allem durch eine hohe Fehlpassquote auf Seiten des VfL. Die Stuttgarter hingegen stehen weitgehend kompakt und arbeiten gut gegen den Ball, was es Wolfsburg umso schwerer macht, gefährliche Offensivaktionen zu entwickeln.

Stattdessen ist es der VfB, der sich die erste Möglichkeit erarbeitet – und was für eine: Martin Harnik bringt von rechts eine Hereingabe auf Filip Kostic, der auf halblinks alleine an den Ball kommt, sich jedoch zu viel Zeit nimmt und dann am glänzend parierenden Diego Benaglio scheitert – Großchance vergeben (16.).

In der Folge agieren die Roten weiterhin mutig und setzen die Gäste immer wieder unter Druck. Doch dann der unverhoffte Rückschlag: Florian Klein kommt im Strafraum zu spät und grätscht Daniel Caligiuri halblinks an der Grundlinie um. Den fälligen Elfmeter verwandelt Ricardo Rodriguez problemlos. Der Schweizer schaut Sven Ulreich aus und trifft ins linke untere Eck (40.).

Doch kurz vor dem Halbzeitpfiff gibt der VfB die direkte Antwort: Der antrittstarke Kostic kommt über den linken Flügel und bringt eine Flanke durch, die Martin Harnik am zweiten Pfosten findet. Der Österreicher kann ungedeckt einnicken (44.). Somit geht es mit einem verdienten 1:1 in die Pause.

Die Wölfe kommen danach motiviert aus der Kabine und beginnen im zweiten Durchgang druckvoll. Ulreich muss zweimal kurz hintereinander parieren (49., 51.). In der 56. Minute fällt fast sogar das 2:1 für den VfL. Nach Träschs Hereingabe von links jagt Vieirinha aus rund vier Metern das Leder allerdings über das Gehäuse – Glück für den VfB.

Doch knapp zehn Minuten später ist es dann doch soweit: Wolfsburg geht in Führung. Aus dem rechten Halbfeld schlägt Rodriguez einen Freißstoß, der per Aufsetzer im linken oberen Eck einschlägt – Ulreich ist geschlagen, denn Naldo, der beinahe an den Ball kommt, hat den Keeper irritiert (65.).

In der Folge erhöht der VfL den Druck und lässt Stuttgart kaum mehr Luft zum Atmen. So gelingt den Gastgebern nach einer zunächst vergebenen Chance von Bas Dost (72.) die Vorentscheidung: Ein weiter Abschlag von Benaglio landet bei Kevin de Bruyne, der sich auf halblinker Position unter großer Bedrängnis durchsetzt und auf den durchgestarteten Schürrle in den Strafraum durchsteckt. Der eingewechselte Flügelstürmer schiebt ein und feiert damit seine Torprämiere im VfL-Dress (76.) – 3:1 für die Wölfe, der Endstand. Auch ein Anschlusstreffer soll den Roten nicht mehr gelingen.

Fazit

Der VfB agierte lange mutig und versuchte aus einer kompakten Defensivhaltung heraus immer wieder Nadelstiche zu setzen. Das Konzept ist vor allem in der ersten Halbzeit gut aufgegangen. Doch Wolfsburg hat sich im zweiten Durchgang gesteigert und seine Qualitäten besser ausgespielt. Zum Ende hin wirkten die Wölfe auch konditionsstärker, sodass sich der VfB nicht mehr zurückkämpfen konnte.

Einen Sieg gegen den favorisierten Gastgeber hat allerdings ohnehin kaum jemand erwartet. Wichtig werden nun die kommenden Heimspiele sein – allen voran das nächste am kommenden Sonntag (17:30 Uhr) gegen Werder Bremen.

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