Rüdiger Stihl, Helmuth Ammerl und Hermann Grub (von links) wollen den Nordostring in mehreren Tunnels führen. Foto: Stihl

Die am Dienstag vorgeschlagene Tunnellösung für den Nordostring mit 1,2 Milliarden Euro kosten, ruft die Gegner des Projekts auf den Plan. Die Befürworter der vierspurigen Bundesstraße halten sich zurück.

Stuttgart - Die Reaktionen, auf die von der Initiative Landschaftsmodell Nordostring um den Waiblinger Unternehmer Rüdiger Stihl und den Münchner Architekten Hermann Grub vorgeschlagene Tunnellösung für die Straßenverbindung von Kornwestheim nach Waiblingen/Fellbach, sind höchst unterschiedlich. Während die Befürworter der neuen Bundesstraße, die bisher als oberirdischen Führung geplant ist, also CDU, Freie Wähler und FDP, weitgehend schweigen, machen die Nordostring-Gegner von Grünen und Linken massiv Front gegen die Idee.

Grüne und Linke kritisieren

„Der Vorschlag ist eine unterirdische Idee“, erklären die Landtagsabgeordneten Jürgen Walter (Ludwigsburg) und Willi Halder (Waiblingen). Beide sprechen sich klar gegen den Plan aus, da er mehr Autoverkehr anziehen und das „Milliardenprojekt“ Mittel binden würde, die andernorts sinnvoller eingesetzt wären. Von einer „ökologisch sinnvollen Idee“ könne keine Rede sein. Das Linksbündnis im Stuttgarter Gemeinderat sieht darin „absurde Tunnelfantasien der Autolobby“. Der Nordostring würde keine spürbare Wirkung auf die Verkehrsbelastung Stuttgarts haben und als Autobahnringschluss die Blechlawine noch anwachsen lassen, so Verkehrsexperte Christoph Ozasek.

Unterstützung von FDP

Hinter die Idee stellt sich die Stuttgarter FDP-Landtagsabgeordnete Gabriele Reich-Gutjahr. Der Vorschlag bringe die „berechtigten Forderungen der Wirtschaft“ nach einer besseren Verkehrsverbindung und die „notwendige Reduzierung des Durchgangsverkehrs“ in Stuttgart zusammen. Das Land müsse sich „mit voller Kraft“ der Planung widmen.

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