Mit Bussen werden die südkoreanischen Senioren über die Grenze nach Norkorea gefahren, um ihre Verwandten zu treffen. Foto: kyodo

Die erste Familienzusammenführung nach mehr als drei Jahren: 89 südkoreanische Senioren treffen nach über sechs Jahrzehnten der Trennung rund 180 nordkoreanische Verwandte.

Seoul - Die ersten koreanischen Familienzusammenführungen seit mehr als drei Jahren haben am Montag im nordkoreanischen Diamanten-Gebirge begonnen. In einem Ferienhotel trafen 89 südkoreanische Senioren nach über sechs Jahrzehnten der Trennung rund 180 nordkoreanische Verwandte.

Wie südkoreanische Medien berichteten, waren die Südkoreaner zuvor mit Bussen über die schwer bewachte Grenze gebracht worden. Bis Mittwoch werden sie insgesamt elf Stunden Zeit mit ihren Verwandten verbringen können. Die meisten der Teilnehmer sind bereits weit über 80 Jahre alt.

Die getrennten Familien haben keine Möglichkeit zum Kontakt

Der südkoreanische Präsident Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatten bei ihrem innerkoreanischen Gipfeltreffen beschlossen, die ausgesetzten Familienzusammenführungen rasch wieder aufzunehmen.

Die koreanische Halbinsel ist seit dem Ende des Korea-Krieges 1953 geteilt. Das abgeschottete Nordkorea wird totalitär geführt und gilt als einer der am schwersten zugänglichen Staaten der Erde. Südkorea ist dem westlichen Beispiel gefolgt und wird demokratisch regiert. Die getrennten Familien haben de facto keine Möglichkeiten zum Kontakt.

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