US-Präsident Donald Trump und Kim Jong Un: Wann kommt es zu einem zweiten Treffen? Foto: AFP

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un möchte nach Angaben des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In schnellstmöglich ein zweites Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump abhalten.

Seoul - Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un strebt nach Angaben von Südkoreas Staatschef Moon Jae In einen zweiten Gipfel mit US-Präsident Donald Trump „zu einem frühen Zeitpunkt“ an. Dies sagte Moon am Donnerstag nach seiner Rückkehr aus Pjöngjang. Das Weiße Haus hatte am 10. September mitgeteilt, die Vorbereitungen für einen zweiten Gipfel liefen bereits. Die beiden Politiker hatten sich erstmals im Juni in Singapur getroffen.

Kritik an Vereinbarung

Moon hatte bereits den ersten Gipfel vermittelt, bei dem Kim in eine „Denuklearisierung“ seines Landes eingewilligt hatte. Genauere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen für den Prozess wurden aber nicht genannt, weshalb die Vereinbarung vielfach als zu vage kritisiert wurde. Am Donnerstag kehrte Moon von seinem dritten Treffen mit Kim in diesem Jahr nach Seoul zurück. Dabei hatte Kim die Schließung der Raketentestanlage Tongchang Ri zugesagt und bei Entgegenkommen der USA auch eine Schließung der wichtigen Atomanlage Yongbyon in Aussicht gestellt. Vor neun Tagen hatte das Weiße Haus mitgeteilt, Trump habe einen Brief von Kim erhalten, in dem es um ein erneutes Treffen gehe.

„Keine ausreichenden Fortschritte“

Die Koordination dieses Gipfels laufe bereits. Das Schreiben dokumentiere Kims fortbestehenden Willen, sich auf die „Denuklearisierung“ der koreanischen Halbinsel zu konzentrieren, hieß es. Im Verlaufe des Sommers hatte sich die US-Regierung dann zunehmend unzufrieden mit Nordkorea gezeigt. Ende August ließ Trump eine geplante Reise seines Außenministers Mike Pompeo nach Pjöngjang platzen. Die Absage begründete er damit, dass es „keine ausreichenden Fortschritte bei der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel“ gebe. Kommende Woche will Pompeo seinen nordkoreanischen Kollegen am Rande der UN-Generaldebatte in New York treffen.

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