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Künstler bekommen von der Stadt einen Platz in der Nähe des Daimler-Motorenwerks.

Stuttgart - Die Künstlerkolonie vom Nordbahnhof wird schon bald den Bauzug verlassen und die Waggons gegen Container im Neckarpark tauschen können. Nach dem Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen hat am Dienstag auch der Gemeinderatsausschuss für Umwelt und Technik zugestimmt, dass die Ateliergemeinschaft 3YG interimsweise auf dem Areal des früheren Güterbahnhofs Cannstatt ansässig werden darf.

Die Künstler bekommen von der Stadt zu günstigen Preisen einen Platz in der Nähe des Daimler-Motorenwerks für die Container überlassen, für die sie fast 40.000 Euro investieren wollen. Am Nordbahnhof muss die Künstlerkolonie dem Projekt Stuttgart 21 weichen.

Die Stadträte und Städtebaubürgermeister Matthias Hahn (SPD) lobten die Künstler. Sie hätten sich als verlässliche Partner erwiesen, sagte Philipp Hill (CDU). Beim Wohnungsbauprojekt der Stadt im Neckarpark gebe es Probleme aufgrund hoher Lärmbelastung. Das Konzept sei "in den nächsten Jahren nicht komplett umsetzbar".

Bis dahin werde die Ateliergemeinschaft vielleicht das Image des Areals verbessern, da sie Besucher anziehe. Auch Hahn glaubt, dass die Künstlerkolonie den Standort wahrnehmbar mache. Solche Zwischennutzungen würden zeigen, dass es in der Großstadt an vielen Stellen einen spannenden Wandel gebe. Die Grünen hätten sich immer über die Existenz der Künstlerkolonie gefreut, die in den Nischen der Großstadt neue Möglichkeiten des Wohnens und Arbeitens auslote, sagte Michael Kienzle.

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