Serkan Eren (links) und Timo Hildebrand organisieren die Benefizgala für den Verein „Stuttgart helps“. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Das Motto lautet: „Stuttgart hilft“. Ob Künstler, Köche oder Kellner: Bei der Benefizgala mit Promis am 26. Januar im Cannstatter Kursaal arbeiten alle ohne Gage. Wolfgang Joop zahlt seinen Flug aus Berlin selbst. Es gibt noch Karten.

Stuttgart - Seine Benefizgala mit hoher Promidichte soll zu einem gesellschaftlichen Höhepunkt in Stuttgart werden und künftig alle zwei Jahre stattfinden: Serkan Eren, der bis März 2018 als Lehrer gearbeitet hat und sich seitdem der internationalen Hilfe für Kinder voll und ganz widmet, ist froh, wenn die Veranstaltung am Samstag, 26. Januar, im Cannstatter Kursaal endlich rum ist. Schlaflose Nächte bereitet sie ihm. Zum Auftakt haben Designer Wolfgang Joop, Sänger Tim Bendzko, die Ex-Fußballprofis Timo Hildebrand, Cacau, David Odonkor und viele andere zugesagt. Max Herre und Philipp Poisel singen, DJane Alegra Cole legt auf. Es gibt noch Karten zum Preis von 250 Euro (inklusive Fünf-Gänge-Menü).

Mit einem Erlös von 100 000 Euro wird gerechnet

Serkan Eren ist es gelungen, so viele Sponsoren und Helfer zu gewinnen, dass sämtliche Einnahmen an den Verein Stelp, Stuttgart helps, also Stuttgart hilft, gehen. Vorstandsmitglied des Vereins ist Timo Hildebrand. Bei der Gala wird mit einem Erlös von 100 000 Euro gerechnet. „Unkosten entstehen keine“, versichert Organisator Eren. Wolfgang Joop zahle den Flug von Berlin nach Stuttgart selbst. Das Hotel Jaz in the City sponsert die Übernachtungen von ihm und den anderen Promis.

Verwirrung ausgelöst hat der Hinweis auf den Flyern, dass der Eintritt 25 Euro beträgt und die restlichen 225 Euro eine freiwillige Spende seien. Man kann also auch für nur 25 Euro die Gala besuchen. Bisher gab es aber nur eine Bestellung für eine 25-Euro-Karte. Als man dem Mail-Schreiber erklärt habe, worum es bei der Benefizgala geht, habe er dann doch 250 Euro gezahlt.

Auf die Unterscheidung habe das Finanzamt bestanden, sagt Eren. Eine „Zwangsspende“ könne nämlich nicht erhoben werden. Lassen sich das Gala-Menü und das Programm bei einem Preis von 25 Euro finanzieren? „So kann man nicht rechnen“, antwortet Serkan Eren. „Wir mussten einen Betrag festlegen.“ Denn alles werde von Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern finanziert. „Nicht nur die Köche arbeiten kostenlos, auch alle Kellner und Tellerwäscher“, sagt der Organisator. Stuttgart tanzt – und Stuttgart hilft. Seit Eren nicht mehr festangestellter Lehrer ist, erhält er seinen Lohn von den Vereinsmitgliedern. Dies sei weniger, als er früher in der Schule bekam.

Unterstützt werden Kinder, die auf einer Müllkippe leben

Doch nun hat er Zeit, bei den Projekten vor Ort dafür zu sorgen, dass die Spenden „ankommen, wo sie ankommen sollen“. Auf den Philippinen speist der Verein Kinder, die auf einer Müllkippe leben. In der Türkei und Griechenland hilft er Flüchtlingen. Und in Uganda wird ein Brunnen finanziert.

Karten für die Gala am 26. Januar gibt es über www.stelp.eu sowie per E-Mail über ticketing@empavents.eu.
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